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Türen streichen ohne Schleifen – so gelingt’s Schritt für Schritt

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Türen streichen ohne Schleifen ist eine Renovierungsmethode, bei der vorhandene Lackschichten ohne vollständiges Abschleifen überarbeitet werden. Statt Schleifpapier wird die Oberfläche gründlich gereinigt, leicht mattiert und anschließend mit geeigneter Grundierung und Lack neu beschichtet.

Die Methode eignet sich besonders für Innentüren, Holztüren und Türrahmen mit stabilen Farbschichten. Sie reduziert Staub, spart Arbeitszeit und ermöglicht eine schnelle optische Aufwertung von Türen im Haus oder in der Wohnung. Voraussetzung ist jedoch ein sauberer und tragfähiger Untergrund.

Schnelleinstieg: Die wichtigsten Punkte

  • Gründliche Reinigung: Fett, Staub und Schmutz müssen vollständig entfernt werden, damit der neue Lack dauerhaft haftet.

  • Oberfläche mattieren: Anlauger, Schleifvlies oder Haftprimer sorgen für eine bessere Haftung auf alten Lackschichten.

  • Geeignete Lacke wählen: Acryllack, Möbellack oder 2-in-1-Produkte mit integrierter Grundierung sind besonders geeignet.

  • Dünne Lackschichten auftragen: Zwei dünne Anstriche liefern ein gleichmäßigeres und haltbareres Ergebnis.

  • Trocknungszeiten einhalten: Zwischen den Arbeitsschritten muss der Lack vollständig trocknen.

  • Beschläge schützen: Türgriffe, Türklinken und Scharniere sollten vor dem Streichen entfernt oder sorgfältig abgeklebt werden.

Vorteile und Grenzen der Methode ohne Schleifen

Türen streichen ohne Schleifen spart Zeit und reduziert Staub, funktioniert jedoch nur bei tragfähigen Oberflächen. Die Methode eignet sich vor allem für Innentüren mit stabilen Lackschichten und geringen Gebrauchsspuren.

Vorteile

hören zu den einfachsten und effektivsten Methoden, um Kabel entlang von Wand, Boden oder Möbeln zu verstecken. Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Kabelverlegung, wie zum Beispiel das Verlegen in Leisten, hinter Möbeln oder in speziellen Kabelkanälen, um Kabel unauffällig zu integrieren und das Raumdesign zu verbessern. Ein Kabelkanal ist eine Abdeckung, in der mehrere Leitungen gebündelt geführt werden können. Neben der Verwendung von Kabelkanälen bietet sich auch die Nutzung von Leisten als eine Methode an, um Kabel elegant zu verstecken. Diese Methode wird häufig im Wohnzimmer, Büro oder Home Office eingesetzt, um sichtbaren Kabelsalat hinter Fernseher, Computer oder Schreibtisch zu vermeiden.

Unterschiedliche Materialien: Kunststoff, Aluminium, Holz

Kabelkanäle sind in verschiedenen Materialien erhältlich. Die Materialwahl beeinflusst Stabilität, Design und Einsatzbereich.

Nachteile

Wann funktioniert Türen streichen ohne Schleifen?

Türen können ohne Schleifen gestrichen werden, wenn die vorhandene Lackschicht stabil ist und der Untergrund sauber vorbereitet wird.

Zustand der Tür Türen streichen ohne Schleifen möglich?
Lack intakt und fest Ja
Oberfläche sauber und fettfrei Ja
leichte Kratzer oder kleine Schäden meist möglich
mehrere dicke Altanstriche nur mit Vorbereitung
Lack blättert ab Nein
tiefe Risse oder beschädigtes Holz Nein

Tür vorbereiten: Der wichtigste Schritt vor dem Streichen

Die Vorbereitung entscheidet über die Haltbarkeit des neuen Anstrichs. Eine unzureichende Reinigung oder ein ungeeigneter Untergrund gehören zu den häufigsten Fehlern beim Türen streichen ohne Schleifen. Staub, Fett und alte Rückstände verhindern eine zuverlässige Haftung von Farbe und Lack.

Gründliche Reinigung ist Pflicht

Eine gründliche Reinigung entfernt Schmutz, Fett und alte Rückstände von der Oberfläche. Nur ein sauberer Untergrund ermöglicht einen gleichmäßigen Farbanstrich.

Wichtige Schritte der Reinigung:

  • Fett, Staub und Nikotinrückstände entfernen
    Verschmutzungen sollten mit Anlauger, Soda-Lösung oder mildem Reinigungsmittel entfernt werden. Besonders stark beanspruchte Stellen sind Türgriffe, Kanten und Bereiche rund um die Türklinken.

  • Silikon- oder Wachsrückstände vermeiden
    Silikonhaltige Pflegeprodukte können die Haftung der Farbe stark beeinträchtigen. Rückstände müssen vollständig entfernt werden.

  • Tür gründlich trocknen lassen
    Vor dem nächsten Arbeitsschritt muss die Oberfläche vollständig trocken sein. Feuchtigkeit kann die Haftung der Grundierung reduzieren.

Türbeschläge und Griffe vorbereiten

Türbeschläge, Türklinken und Scharniere sollten vor dem Streichen entfernt oder sorgfältig abgeklebt werden. Dadurch entstehen saubere Kanten und gleichmäßige Lackflächen.

Typische Vorbereitungsschritte:

  • Türgriffe und Türklinken abschrauben

  • Scharniere und Beschläge entfernen oder abkleben

  • Türrahmen und Türzarge mit Abdeckband schützen

  • Boden und angrenzende Wände abdecken

Untergrund auf Beschädigungen prüfen

Der Zustand der Oberfläche bestimmt, ob Türen ohne Schleifen gestrichen werden können. Beschädigungen müssen vor dem Lackieren ausgebessert werden.

Typische Schäden an Türen:

  • kleine Dellen im Türblatt

  • Kratzer im Lack

  • kleine Löcher im Holz

  • abgeplatzte Farbstellen

Solche Stellen lassen sich mit Holzspachtel ausbessern. Nach dem Trocknen sollte die reparierte Stelle leicht geglättet werden, damit der spätere Lackauftrag gleichmäßig wirkt.

Abkleben von Glaseinsätzen, Kanten und Boden

Abklebearbeiten schützen angrenzende Flächen vor Farbspritzern und sorgen für saubere Linien beim Streichen.

Zu schützende Bereiche sind:

  • Glaseinsätze in Türen

  • Türzargen und Rahmen

  • angrenzende Wände

  • Bodenflächen unter der Tür

Sauberes Abkleben erleichtert die Arbeitsschritte beim Streichen und verbessert das spätere Finish der Oberfläche.

Alternative Methoden zum Schleifen

Beim Türen streichen ohne Schleifen wird die Oberfläche nicht vollständig abgeschliffen, sondern lediglich vorbereitet, damit der neue Lack zuverlässig haftet. Statt klassischem Schleifpapier kommen mehrere alternative Methoden zum Einsatz, die den Untergrund leicht aufrauen oder reinigen.

Diese Vorgehensweisen reduzieren Staub und Arbeitsaufwand und eignen sich besonders bei Renovierungen von Innentüren, Türrahmen oder Türzargen mit stabilen Farbschichten.

Mattieren statt Schleifen

Mattieren bedeutet, die Oberfläche nur leicht anzurauen, ohne die vorhandenen Farbschichten vollständig zu entfernen. Dadurch entsteht eine bessere Haftfläche für den neuen Anstrich.

Zum Mattieren werden häufig folgende Werkzeuge verwendet:

  • Schleifvlies oder Scotchpads: Diese Materialien rauen Lackoberflächen gleichmäßig an, ohne tiefe Schleifspuren zu hinterlassen.

  • Schleifschwämme: Sie passen sich Kanten, Fräsungen und Rundungen im Türblatt besser an als klassisches Schleifpapier.

Diese Methode eignet sich besonders für glatte Lackoberflächen, bei denen ein vollständiges Abschleifen nicht notwendig ist.

Spezialgrundierung und Haftvermittler

Eine Grundierung ist eine Beschichtung, die die Haftung zwischen Untergrund und Lack verbessert. Spezielle Haftprimer oder Universalgrundierungen ermöglichen es, Türen ohne vollständiges Schleifen zu streichen.

Typische Eigenschaften solcher Produkte:

Eigenschaft Bedeutung
Haftverbesserung Lack haftet besser auf alten Farbschichten
vielseitige Anwendung geeignet für Holz, Kunststoff oder Metall
gleichmäßiger Untergrund reduziert Unterschiede zwischen alten und neuen Lackschichten

Haftvermittler werden besonders häufig bei glatten Oberflächen eingesetzt, etwa bei lackierten Holztüren, Kunststofftüren oder Türen mit mehreren alten Farbschichten.

Flüssigschliff und chemische Anlauger

Flüssigschliff ist eine chemische Methode zur Oberflächenvorbereitung. Anlauger reinigen die Oberfläche gründlich und mattieren die alte Lacke leicht an.

Die Anwendung erfolgt in drei grundlegenden Schritten:

  • Anlauger nach Herstellerangaben mit Wasser anrühren

  • Lösung mit Schwamm auf die Oberfläche auftragen

  • Oberfläche anschließend mit klarem Wasser abwischen

Diese Methode entfernt Fett, Schmutz und leichte Wachsrückstände. Gleichzeitig wird die vorhandene Lackschicht leicht aufgeraut, wodurch der spätere Farbanstrich besser haftet.

Bei empfindlichen Furnieren oder Echtholzoberflächen sollte die Anwendung vorsichtig erfolgen, da aggressive Reinigungsmittel das Material angreifen können.

Die richtige Farbe und Lacke für Türen ohne Schleifen

Die Auswahl der richtigen Farben entscheidet über Haftung, Optik und Haltbarkeit des neuen Anstrichs. Nicht jeder Lack eignet sich für Türen streichen ohne Schleifen. Entscheidend ist, dass der Lack auf bereits vorhandenen Farbschichten zuverlässig haftet und eine gleichmäßige Oberfläche bildet.

Besonders bei Innentüren, Holztüren oder Türrahmen ist ein strapazierfähiger Lack sinnvoll, da Türen im Alltag häufig beansprucht werden. Gleichzeitig beeinflusst die Farbwahl das gesamte Farbkonzept eines Raums.

Lackarten im Überblick

Verschiedene Lackarten unterscheiden sich in Verarbeitung, Geruch, Trocknungszeit und Belastbarkeit. Die folgende Übersicht zeigt typische Optionen für Türen.

Lackart Eigenschaften Einsatzbereich
Acryllack wasserbasiert, geruchsarm, schnell trocknend Innentüren, Wohnräume
Kunstharzlack sehr robust, widerstandsfähig stark beanspruchte Türen
Kreidelack / Möbellack dekoratives Finish, matte Oberfläche Design- und DIY-Projekte

Acryllack gehört zu den am häufigsten verwendeten Produkten bei Renovierungen im Haus. Er lässt sich leicht verarbeiten, trocknet schnell und entwickelt weniger Geruch als lösemittelhaltige Lacke.

Haftung der Farbe beachten

Beim Überstreichen alter Türen ist die Kompatibilität der Lacke wichtig. Nicht jede Farbe haftet problemlos auf vorhandenen Farbschichten.

Wichtige Grundregeln:

  • Lacke mit integrierter Grundierung erleichtern das Streichen ohne Schleifen.

  • 2-in-1-Produkte kombinieren Haftgrund und Farbanstrich in einer Beschichtung.

  • Wasserbasierte Lacke können auf alten Öllacken Haftprobleme entwickeln.

Im Zweifelsfall empfiehlt sich eine kleine Testfläche, um Haftung und Deckkraft zu prüfen.

Farbtonwahl und Gestaltung

Die Farbwahl beeinflusst nicht nur das Aussehen der Türen, sondern auch die Wirkung des gesamten Raums. Türen können sich entweder unauffällig in das Farbkonzept einfügen oder bewusst als gestalterischer Hingucker eingesetzt werden.

Typische Gestaltungsmöglichkeiten:

  • Helle Farbtöne lassen Räume größer und freundlicher wirken.

  • Matte Oberflächen erzeugen eine ruhige, moderne Optik.

  • Glänzende Lacke betonen Strukturen und erhöhen die Widerstandsfähigkeit.

Bei Holztüren kann zusätzlich die natürliche Holzmaserung durch transparente Lasuren oder halbdeckende Lacke sichtbar bleiben.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Tür streichen ohne Schleifen

Türen streichen ohne Schleifen erfolgt in mehreren klaren Arbeitsschritten. Entscheidend für ein gutes Ergebnis sind eine sorgfältige Vorbereitung, geeignete Produkte und ausreichend Trocknungszeit zwischen den einzelnen Anstrichen.

Die folgende Anleitung zeigt die wichtigsten Arbeitsschritte für einen gleichmäßigen Farbanstrich bei Innentüren, Türrahmen und Türzargen.

Schritt 1: Tür reinigen und entfetten

Der erste Schritt besteht in einer gründlichen Reinigung der Oberfläche. Fett, Staub und Schmutz verhindern die Haftung des neuen Lackes und gehören zu den häufigsten Ursachen für schlechte Ergebnisse.

Die Reinigung erfolgt mit einem milden Reinigungsmittel oder einem speziellen Anlauger. Besonders stark beanspruchte Bereiche sind Griffe, Kanten und Stellen rund um die Türklinken.

Wichtige Punkte bei der Reinigung:

  • Türblatt gründlich mit Wasser und Reinigungsmittel abwischen

  • Fett- und Nikotinrückstände vollständig entfernen

  • Ecken, Zierleisten und Fräsungen sorgfältig reinigen

  • Oberfläche vollständig trocknen lassen

Türgriffe, Türklinken und Beschläge sollten vor Beginn der Arbeit entfernt oder sorgfältig abgeklebt werden.

Schritt 2: Oberfläche mit Anlauger oder Haftgrund vorbereiten

Nach der Reinigung wird der Untergrund vorbereitet. Ziel dieses Arbeitsschrittes ist eine leicht matte Oberfläche, auf der Grundierung und Farbe zuverlässig haften.

Anlauger werden meist mit Wasser gemischt und mit einem Schwamm aufgetragen. Nach kurzer Einwirkzeit wird die Oberfläche mit klarem Wasser abgewaschen.

Wichtige Hinweise zur Anwendung:

  • Anlauger nach Herstellerangaben anrühren

  • Oberfläche gleichmäßig behandeln

  • anschließend gründlich mit Wasser nachwischen

  • Handschuhe tragen und Raum gut lüften

Bei Kunststofftüren oder sehr glatten Lackoberflächen empfiehlt sich zusätzlich ein spezieller Haftgrund.

Schritt 3: Grundierung oder Haftvermittler auftragen

Eine Grundierung verbessert die Haftung des Lacks und sorgt für eine gleichmäßige Oberfläche. Besonders bei älteren Farbschichten oder stark beanspruchten Türen ist dieser Arbeitsschritt sinnvoll.

Die Grundierung wird mit Pinsel oder Lackrolle dünn aufgetragen. Zuerst werden Kanten und Profile bearbeitet, anschließend die größeren Flächen.

Wichtige Punkte beim Grundieren:

  • gleichmäßige, dünne Schicht auftragen

  • Lacknasen vermeiden

  • ausreichend trocknen lassen

  • optional leichte Glättung mit Schleifvlies

Die Trocknungszeit hängt vom jeweiligen Produkt ab und beträgt meist mehrere Stunden.

Schritt 4: Lack gleichmäßig auftragen

Nach der Trocknung der Grundierung erfolgt der eigentliche Farbanstrich. Für Türen werden meist Acryllack oder spezielle Möbellacke verwendet.

Der Lack wird zuerst in Ecken, Profilen und Vertiefungen mit einem Pinsel aufgetragen. Anschließend werden größere Flächen mit einer Lackrolle gleichmäßig gestrichen.

Wichtige Hinweise:

  • Lack gleichmäßig verteilen

  • immer in Richtung der Holzmaserung arbeiten

  • Tropfen oder Nasen sofort ausrollen

  • möglichst staubfreie Umgebung schaffen

Ein gleichmäßiger Auftrag sorgt für ein ruhiges Finish ohne sichtbare Übergänge.

Schritt 5: Zweiten Anstrich durchführen

Ein zweiter Anstrich erhöht Deckkraft und die Haltbarkeit des Lacks. Die zweite Schicht wird erst aufgetragen, wenn die erste vollständig getrocknet ist.

Typische Trocknungszeiten liegen je nach Produkt zwischen sechs und zwölf Stunden.

Vor dem zweiten Anstrich kann die Oberfläche optional leicht geglättet werden, beispielsweise mit feinem Schleifvlies. Dadurch entsteht eine besonders gleichmäßige Lackoberfläche.

Schritt 6: Lack aushärten lassen und Beschläge montieren

Nach dem letzten Anstrich benötigt der Lack ausreichend Zeit zum Aushärten. Frisch gestrichene Türen sollten mindestens 24 bis 48 Stunden nicht stark beansprucht werden.

Nach der Trocknung können Beschläge, Türklinken und Türgriffe wieder montiert werden. Anschließend wird das Ergebnis überprüft.

Ein gutes Finish zeigt:

  • gleichmäßigen Glanz

  • saubere Kanten

  • keine Lacknasen

  • keine sichtbaren Staubeinschlüsse

Tipps für ein perfektes Ergebnis

Ein gleichmäßiger Farbanstrich hängt stark von der richtigen Technik und einer sauberen Arbeitsumgebung ab. Schon kleine Details während der Arbeitsschritte beeinflussen die Qualität des Finishs deutlich. Besonders bei Türen, die täglich genutzt werden, sorgt eine sorgfältige Ausführung für eine deutlich längere Haltbarkeit des Anstrichs.

Die folgenden Tipps helfen dabei, ein gleichmäßiges und professionell wirkendes Ergebnis zu erzielen:

  • Lack in dünnen Schichten auftragen
    Mehrere dünne Anstriche sorgen für eine glattere Oberfläche als eine dicke Lackschicht. Dick aufgetragener Lack kann schnell zu Läufern oder sichtbaren Pinselspuren führen.

  • Staubarme Umgebung schaffen
    Staubpartikel können sich während des Trocknens auf dem Lack absetzen. Fenster sollten während des Streichens geschlossen bleiben, um Luftbewegungen zu reduzieren.

  • Geeignete Lackrolle verwenden
    Spezielle Lackrollen mit feiner Oberfläche erzeugen ein gleichmäßiges Finish auf Türflächen. Sie verteilen die Farbe gleichmäßiger als grobe Rollen.

  • Pinsel nur für Kanten und Details einsetzen
    Große Flächen sollten möglichst mit einer Lackrolle gestrichen werden. Pinsel eignen sich vor allem für Ecken, Fräsungen und Übergänge.

  • Zwischenschliff mit Schleifvlies optional nutzen
    Ein leichter Zwischenschliff mit feinem Vlies kann die Oberfläche glätten und sorgt für ein besonders gleichmäßiges Finish.

Diese einfachen Maßnahmen verbessern die Oberfläche deutlich und verhindern typische Probleme wie Streifenbildung, Lacknasen oder ungleichmäßigen Glanz.

Häufige Fehler und wie man sie vermeidet

Beim Türen streichen ohne Schleifen treten bestimmte Fehler besonders häufig auf. Sie führen meist zu schlechter Haftung, ungleichmäßiger Oberfläche oder einer verkürzten Haltbarkeit des Anstrichs.

Typische Fehlerquellen sind:

  • Unzureichende Reinigung
    Fett, Staub oder Nikotinrückstände verhindern eine gute Haftung der Farbe auf dem Untergrund.

  • Zu glatte alte Lackschicht
    Wird die Oberfläche nicht mattiert oder grundiert, kann der neue Lack schlecht haften.

  • Fehlende Grundierung
    Ohne Haftgrund kann sich die Farbe später ablösen oder ungleichmäßig decken.

  • Falsche Farbe
    Dispersionsfarben sind für Türen ungeeignet. Türen benötigen widerstandsfähige Lacke.

  • Zu frühes Überstreichen
    Wird die zweite Schicht zu früh aufgetragen, entstehen sichtbare Übergänge oder eine ungleichmäßige Oberfläche.

Ein sorgfältiges Arbeiten und das Einhalten der Trocknungszeiten reduzieren diese Risiken deutlich.

Pflege und Haltbarkeit nach dem Streichen

Die Haltbarkeit eines neuen Farbanstrichs hängt nicht nur von der Verarbeitung, sondern auch von der richtigen Pflege ab. Frisch gestrichene Türen benötigen eine gewisse Zeit, bis der Lack vollständig ausgehärtet ist.

Während dieser Phase sollten Türen möglichst vorsichtig genutzt werden.

Wichtige Hinweise zur Pflege:

  • Türen mindestens eine Woche nicht stark beanspruchen

  • Reinigung nur mit mildem Reinigungsmittel und Wasser

  • aggressive Reiniger oder Alkohol vermeiden

  • kleine Kratzer mit feinem Schleifvlies ausbessern

Bei Bedarf kann die Oberfläche später mit Klarlack oder Möbelpolitur aufgefrischt werden. Dadurch bleibt der Glanz länger erhalten und der Lack wird widerstandsfähiger gegenüber der alltäglichen Nutzung.

Alternative: Türfolie oder Neulackierung

Nicht jede Tür eignet sich für das Streichen ohne Schleifen. Bei stark beschädigten Oberflächen oder vielen alten Farbschichten kann eine andere Lösung sinnvoller sein.

Eine Möglichkeit ist das Bekleben der Tür mit spezieller Möbelfolie. Diese Methode verändert das Aussehen der Tür ohne Lackarbeiten.

Vorteile von Türfolien:

  • schnelle optische Veränderung

  • kein Lack und keine Trocknungszeit

  • große Auswahl an Farben und Designs

Allerdings sind Folien weniger langlebig als Lackierungen und reagieren empfindlicher auf Kratzer oder Feuchtigkeit.

Eine vollständige Neulackierung mit vorherigem Abschleifen ist sinnvoll, wenn:

  • alte Farbschichten bereits abblättern

  • starke Beschädigungen im Holz vorhanden sind

  • mehrere dicke Lackschichten übereinander liegen

In solchen Fällen führt eine gründliche Renovierung meist zu einem deutlich besseren Ergebnis.

Kosten & Aufwand im Überblick

Die Kosten für das Streichen einer Tür ohne Schleifen sind vergleichsweise gering. Für ein DIY-Projekt fallen hauptsächlich Materialkosten an.

Typische Materialkosten:

Material Durchschnittspreis
Lack / Farbe 20–60 €
Haftgrund 10–25 €
Abdeckmaterial & Zubehör 15–30 €

Der Zeitaufwand hängt stark von Trocknungszeiten und Anzahl der Anstriche ab.

Typische Dauer:

  • Vorbereitung und Reinigung: ca. 1 Stunde

  • Grundierung und erster Anstrich: ca. 1–2 Stunden

  • zweiter Anstrich und Finish: ca. 1–2 Stunden

Insgesamt beträgt der Arbeitsaufwand meist 3 bis 6 Stunden pro Tür, verteilt auf mehrere Arbeitsschritte.

Eine professionelle Lackierung durch einen Fachbetrieb kostet dagegen meist 100 bis 250 € pro Tür, abhängig von Zustand, Material und gewünschtem Finish.

Fazit

Türen streichen ohne Schleifen ist eine praktische Methode, um Innentüren im Haus schnell und sauber zu renovieren. Die Technik spart Zeit, reduziert Staub und ermöglicht eine optische Aufwertung von Türblatt, Türrahmen und Türzarge ohne aufwendige Schleifarbeiten.

Entscheidend für ein gutes Ergebnis sind eine gründliche Reinigung, ein geeigneter Haftgrund und ein gleichmäßiger Lackauftrag. Bei stabilen und tragfähigen Oberflächen lassen sich so überzeugende Ergebnisse erzielen.

Bei stark beschädigten Türen oder abblätternden Farbschichten bleibt jedoch ein vollständiges Abschleifen der Oberfläche die bessere Lösung.

FAQs – Häufige Fragen zum Thema „Türen streichen ohne Schleifen“

Ja, Türen lassen sich ohne Schleifen lackieren, wenn die vorhandene Lackschicht stabil und sauber ist. Voraussetzung ist eine gründliche Reinigung sowie eine geeignete Grundierung oder ein Haftvermittler.

Acryllack, Möbellack oder spezielle 2-in-1-Lacke mit integrierter Grundierung haften in der Regel gut auf vorbereiteten Oberflächen.

Furnierte Türen sollten vorsichtig gereinigt und nur leicht mattiert werden. Aggressive Schleifarbeiten können die dünne Furnierschicht beschädigen.

Bei korrekter Vorbereitung und geeigneter Farbe kann ein solcher Anstrich mehrere Jahre halten, besonders bei Innentüren mit normaler Nutzung.

Blättert der Lack ab, ist der Untergrund meist nicht ausreichend vorbereitet. In diesem Fall sollten lose Farbschichten entfernt, die Oberfläche neu grundiert und anschließend erneut gestrichen werden.

Probleme zeigen sich häufig durch Farbnasen, Risse im Lack oder schlecht haftende Altanstriche. Für saubere Kanten sollten Türblatt und Zarge vor dem Streichen sorgfältig mit Malerkrepp abgeklebt werden. Lösen sich alte Farbschichten oder entstehen Lackfehler, muss der Untergrund erneut vorbereitet werden, bevor ein neuer Anstrich erfolgt.

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Autor

Technisch ausgebildet von der HWK, kaufmännisch ausgebildet von der IHK und weitergebildet im WBZ der Universität St. Gallen sowie vom Bundesverband deutscher Fertigbau, begleitet Tobias Beuler seit 2000 europaweit den Auf- und Ausbau von Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern. Nachdem er jahrelang selbst auf Baustellen tätig war, bietet er sein Insiderwissen seit 2018 an, um Andere bei Ihren Hausbau- und Sanierungsprojekten zu unterstützen und ist in TV und Print als Bauexperte bekannt. (ARD, RTL Punkt 12, n-tv, SZ, Welt, Süddeutsche)  Mit seinem Büchern war er mehrfach auf der Spiegel Bestseller Liste. Sein aktuelles Buch „Sanieren – Renovieren – Modernisieren“ gibt über 100 Tipps für die Bauherren, die mit hoher Qualität und zum besten Preis-Leistungsverhältnis sanieren wollen. Sein Team und er prüfen deutschlandweit Immobilien, die saniert werden müssen.