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Renovierungskosten Tabelle – Kostenplanung und Übersicht

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Eine Renovierung ist für jedes Haus eine wichtige Investition in Wert, Komfort und Energieeffizienz. Bevor die Arbeiten beginnen, sollten die anstehenden Sanierungsmaßnahmen und Renovierungsarbeiten genau geplant werden. Nur mit einer realistischen Kostenübersicht lassen sich böse Überraschungen vermeiden. In diesem Ratgeber erhalten Sie einen klaren Überblick über typische Renovierungskosten und die wichtigsten Preisfaktoren.

Sie erfahren, welche Arbeiten besonders ins Gewicht fallen, welche Einsparpotenziale bestehen und wie Sie Ihr Budget sinnvoll strukturieren. Die Renovierungskosten Tabelle hilft Ihnen, einzelne Posten besser einzuschätzen und die gesamte Planung effizient zu gestalten. Mit der richtigen Vorbereitung lässt sich jedes Haus erfolgreich modernisieren und langfristig im Wert steigern.

Wenn Sie die Renovierung selbst in die Hand nehmen und mehr als 100 Tipps und Tricks rund um die Renovierung und Sanierung kennenlernen wollen, ist dieses Buch von Tobias Beuler der richtige Start!

Schnelleinstieg: Die wichtigsten Punkte

  • Realistische Planung spart Geld: Eine sorgfältige Vorbereitung und genaue Kalkulation sind entscheidend, um Sanierungsmaßnahmen effizient umzusetzen. Wer die Bausubstanz prüfen lässt und Prioritäten festlegt, vermeidet unnötige Zusatzkosten und Zeitverzögerungen.

  • Große Preisunterschiede nach Umfang und Qualität: Je nach Zustand des Hauses, Wohnfläche und Materialwahl variieren die Renovierungskosten stark. Während einfache Arbeiten wie Streichen günstig bleiben, können Dach, Fassade oder Haustechnik mehrere Hundert Euro pro Quadratmeter kosten.

  • Förderungen und Eigenleistung gezielt nutzen: Programme von KfW und BAFA unterstützen energetische Maßnahmen, die den Energieverbrauch senken. Eigenleistung ist bei kleineren Arbeiten sinnvoll, bei komplexen Gewerken jedoch nur mit Fachbetrieben empfehlenswert. Eine durchdachte Kombination aus Eigenarbeit, Handwerkerleistung und Fördermitteln sorgt für optimale Ergebnisse.

Was sind Faktoren, die die Renovierungskosten beeinflussen

Die Sanierungskosten einer Immobilie hängen von zahlreichen Faktoren ab, die Eigentümer bereits in der frühen Planungsphase kennen sollten. Wenn Sie den Überblick behalten, können Sie gezielt priorisieren und Kostentreiber vermeiden. Dabei spielen sowohl bauliche als auch regionale Aspekte eine Rolle. Hier sind einige wichtige Faktoren, die die Renovierungskosten beeinflussen:

  1. Bausubstanz und Zustand der Immobilie
    Bei einer Altbausanierung fallen oft höhere Kosten an, weil veraltete Leitungen, marode Dächer oder feuchte Wände zusätzliche Arbeiten erfordern. Ein Neubau oder ein jüngeres Gebäude verursachen in der Regel geringere Sanierungskosten.

  2. Art und Umfang der Renovierungsarbeiten
    Ein kompletter Umbau mit Eingriffen in Statik, Dämmung und Haustechnik ist deutlich teurer als reine Schönheitsreparaturen. Eigentümer sollten hier genau abwägen, welche Maßnahmen notwendig sind.

  3. Materialqualität und Ausstattungsstandard
    Hochwertige Materialien erhöhen den Anschaffungspreis, senken jedoch langfristig den Energieverbrauch und reduzieren Folgekosten.

  4. Eigenleistung und Handwerkerkosten
    Eigenleistung kann die Ausgaben verringern, erfordert aber Fachwissen und Zeit. Bei komplexen Gewerken ist die Arbeit eines Fachbetriebs unverzichtbar.

  5. Regionale Preisunterschiede
    Löhne, Anfahrtskosten und Materialpreise variieren je nach Bundesland oder Stadt erheblich.

Ein realistischer Blick auf die Ausgangslage und eine detaillierte Planung sind entscheidend, um die Sanierungskosten im Griff zu behalten. Eine gründliche Prüfung der Bausubstanz und eine durchdachte Kombination der einzelnen Renovierungsarbeiten führen zu einem dauerhaft guten Ergebnis und helfen, finanzielle Überraschungen zu vermeiden.

Was sind typische Renovierungsmaßnahmen und deren Kosten?

Die Kosten für eine Haussanierung hängen stark davon ab, welche Bereiche renoviert werden und wie umfangreich die Arbeiten sind. Eigentümer, die ihr Haus renovieren möchten, sollten alle geplanten Maßnahmen genau kalkulieren. Besonders relevant sind dabei die Größe der Wohnfläche, der Zustand der Bausubstanz und die gewünschte Materialqualität. Der folgende Überblick zeigt, mit welchen typischen Renovierungskosten pro Quadratmeter gerechnet werden kann.

Maßnahme Beschreibung Durchschnittliche Kosten (€ pro Quadratmeter)
Fassade Reinigung, neuer Anstrich oder Verputz 30–60 €
Fassadendämmung Wärmedämmverbundsystem, Energieeinsparung 100–180 €
Dach & Dachgeschoss Neueindeckung, Dämmung, Dachfenster 150–300 €
Innenräume Malerarbeiten, Bodenbeläge, Putzarbeiten 50–150 €
Sanitär & Bad Modernisierung, neue Fliesen, Armaturen 400–1.000 €
Haustechnik Elektro, Heizung, Wasserleitungen 80–250 €
Fenster & Türen Austausch gegen Wärmeschutzfenster 500–1.200 € pro Einheit

Die Tabelle verdeutlicht, dass die Spanne bei Renovierungskosten groß ist. Während einfache Malerarbeiten vergleichsweise günstig bleiben, können Dach- oder Haustechnikarbeiten deutlich teurer ausfallen. Besonders bei der Fassade lohnt sich die Kombination aus neuem Putz und moderner Fassadendämmung, um langfristig Energie zu sparen und den Wert des Hauses zu steigern.

Je nach Umfang der Renovierungsarbeiten können sich die Gesamtkosten auf 300 bis 1.200 Euro pro Quadratmeter summieren. Eine sorgfältige Planung verhindert, dass nichts übersehen wird, und ermöglicht eine präzise Budgetierung. Fachkundige Beratung vor Beginn der Arbeiten hilft, die passenden Materialien zu wählen und Fördermöglichkeiten für energieeffiziente Sanierungen optimal zu nutzen.

Kostenstruktur – Handwerker vs. Material

Bei jeder Renovierung spielen die Anteile von Handwerkerkosten und Materialkosten eine entscheidende Rolle. Die Gesamtkosten hängen stark davon ab, welche Arbeiten selbst übernommen werden können und welche Leistungen Fachbetriebe ausführen müssen. Bei einer Komplettsanierung entfallen meist rund 60 bis 70 Prozent auf die Handwerker und etwa 30 bis 40 Prozent auf das Material.

Während Materialien wie Bodenbeläge, Fliesen oder Dämmstoffe direkt vom Eigentümer beeinflusst werden können, sind die Lohnkosten für Elektro-, Sanitär- oder Fassadenarbeiten meist fix. Ein hochwertiger Boden kann sich langfristig lohnen, wenn er langlebig und pflegeleicht ist. Auch bei der Fassade zahlt sich Qualität aus, da gute Materialien Energie sparen und den Wartungsaufwand senken.

Wichtige Infos liefert ein detaillierter Kostenplan, der alle Posten getrennt aufführt. So lassen sich Einsparpotenziale erkennen und die Gesamtkosten realistisch einschätzen, bevor die Arbeiten beginnen.

Kosten-Tabelle pro Quadratmeter für Renovierungen

Die folgende Kostentabelle bietet eine Übersicht, mit welchen durchschnittlichen Ausgaben Eigentümer bei verschiedenen Renovierungsmaßnahmen rechnen sollten. Die Angaben verstehen sich als Richtwerte in Euro pro Quadratmeter und können je nach Zustand des Gebäudes, Region und Materialqualität schwanken. Besonders bei älteren Häusern oder Wohnungen mit Schadstoffen wie Asbest können zusätzliche Kosten entstehen.

Maßnahme Kosten pro m² Gesamtkosten bei 120 m² Beispielgröße
Wände streichen 10–25 € 1.200–3.000 €
Fassade erneuern 30–60 € 3.600–7.200 €
Fassadendämmung 100–180 € 12.000–21.600 €
Bodenbelag austauschen 20–80 € 2.400–9.600 €
Dachsanierung 150–300 € 18.000–36.000 €
Badmodernisierung 400–1.000 € 48.000–120.000 €
Elektroinstallation erneuern 80–200 € 9.600–24.000 €

Die Tabelle zeigt deutlich, dass die Kosten für Renovierungsarbeiten stark variieren können. Während das Streichen einer Wohnung vergleichsweise günstig bleibt, ist die energetische Sanierung der Fassade oder eine Dachsanierung mit höheren Investitionen verbunden.

Für viele Maßnahmen stehen Förderungen zur Verfügung, etwa über die KfW oder das BAFA, die energetische Modernisierungen unterstützen. Eigentümer sollten den aktuellen Stand der Förderprogramme prüfen und die Maßnahmen entsprechend planen. Eine gute Vorbereitung und die Kombination mehrerer Arbeiten reduzieren Gesamtkosten und erhöhen den Wohnkomfort langfristig.

Kernsanierung von Altbau und Beispielkosten

Eine Kernsanierung wird vor allem dann nötig, wenn ein Altbau viele Jahre unmodernisiert geblieben ist. Im Rahmen einer solchen Altbausanierung gehören neben der Erneuerung der Heizung auch neue Türen und Fenster zur typischen Haussanierung. Im Beispiel liegen die Kosten oft höher als bei einem Neubau, da zusätzliche Arbeiten an Bausubstanz und Leitungen anfallen. Dennoch kann eine umfassende Kernsanierung die nächsten 30 bis 40 Jahre für ein wertstabiles Wohnen sorgen.

Was sind typische Kostenfallen & Tipps zur Kostenkontrolle?

Eine Renovierung kann schnell teurer werden als geplant. Damit die Gesamtkosten überschaubar bleiben, ist eine präzise Planung entscheidend. Viele Eigentümer unterschätzen die tatsächlichen Aufwendungen für Material, Arbeitszeit und unvorhergesehene Probleme. Auch Preisschwankungen und Verzögerungen im Ablauf können das Budget erheblich belasten. Wer die typischen Kostenfallen kennt, kann frühzeitig gegensteuern und finanzielle Risiken vermeiden.

Unterschätzung des Materialbedarfs

Ein häufiger Fehler ist die zu knappe Berechnung des Materials. Schon kleine Messabweichungen oder Verschnitt führen zu Mehrkosten. Es empfiehlt sich, stets rund zehn Prozent zusätzlich einzuplanen. Auch Preisschwankungen bei Holz, Farbe, Dämmstoffen oder Bodenbelägen sollten berücksichtigt werden. Eigentümer sollten regelmäßig Preisvergleiche anstellen und die Materialien möglichst frühzeitig beschaffen. Ein eingeplanter Puffer schützt vor Nachkäufen zu höheren Preisen und verhindert Verzögerungen während der Bauphase.

Unentdeckte Schäden am Haus

Besonders bei älteren Gebäuden ist der äußere Eindruck oft trügerisch. Manche Mängel bleiben lange unbemerkt und zeigen sich erst, wenn die Renovierungsarbeiten beginnen. Solche Schäden können den Zeitplan verzögern und die Sanierungskosten deutlich erhöhen. Häufig auftretende versteckte Probleme:

  • Feuchtigkeit in Wänden oder Decken – führt zu Schimmelbildung und beschädigtem Putz

  • Schimmelbefall in nicht sichtbaren Bereichen – beispielsweise hinter Tapeten oder unter Bodenbelägen

  • Veraltete oder defekte Leitungen – betrifft häufig Strom-, Wasser- oder Heizungsinstallationen

  • Risse in tragenden Bauteilen – erfordern oft statische Überprüfung und aufwendige Sanierung

  • Schadstoffe wie Asbest oder alte Farben – machen eine professionelle Entsorgung notwendig

Eine fachkundige Begutachtung vor Beginn der Arbeiten ist empfehlenswert. Sie zeigt den tatsächlichen Stand der Bausubstanz und verhindert böse Überraschungen während der Renovierung. Auf diese Weise lassen sich unnötige Zusatzkosten vermeiden und das Budget präzise planen.

Preissteigerungen bei Handwerkern

Die Kosten für Handwerkerleistungen gehören zu den größten Ausgabeposten einer Renovierung und können sich durch Marktveränderungen schnell erhöhen. In Zeiten hoher Nachfrage, etwa im Frühjahr oder vor dem Winter, steigen die Preise vieler Gewerke deutlich an. Auch Fachkräftemangel, gestiegene Energiekosten und Lieferengpässe bei Baumaterialien tragen zu höheren Arbeitskosten bei.

Um diese Preissteigerungen abzufedern, sollten Eigentümer frühzeitig planen und Angebote rechtzeitig einholen. Ein Vergleich von mindestens drei Handwerksbetrieben hilft, realistische Marktpreise zu erkennen und überhöhte Angebote zu vermeiden. Dabei ist es ratsam, detaillierte Leistungsbeschreibungen anzufordern, um die Preise besser vergleichen zu können.

Festpreisvereinbarungen bieten zusätzliche Sicherheit, da sie vor unvorhergesehenen Nachforderungen schützen. Alle Änderungen oder Zusatzleistungen sollten schriftlich festgehalten werden, um Missverständnisse zu vermeiden. Auch die Koordination der verschiedenen Gewerke ist entscheidend: Wenn sich Arbeiten gegenseitig behindern oder verzögern, steigen die Gesamtkosten schnell an.

Eine frühzeitige Abstimmung zwischen den Handwerkern und eine klare Zeitplanung helfen, solche Überschneidungen zu vermeiden. Auf diese Weise bleiben die Arbeitsabläufe effizient, und die Handwerkerkosten können besser kontrolliert werden. Wer regelmäßig Rücksprache hält und die Baufortschritte dokumentiert, schafft Transparenz und vermeidet unnötige Kostensteigerungen.

Zeitplan und Verzögerungen

Zeitliche Überschreitungen wirken sich direkt auf die Kosten aus. Verlängert sich die Bauzeit, steigen die Lohnkosten und oft auch die Miet- oder Finanzierungsausgaben. Lieferschwierigkeiten oder fehlende Genehmigungen sind ebenfalls häufige Ursachen. Es empfiehlt sich, von Beginn an eine zeitliche Reserve einzuplanen. Zwei bis vier Wochen Puffer geben Sicherheit, falls einzelne Arbeiten länger dauern. Eine regelmäßige Abstimmung mit Handwerkern sorgt zusätzlich für einen reibungslosen Ablauf und verhindert vermeidbare Verzögerungen.

Finanzierung und Fördermöglichkeiten, um das Haus zu renovieren

Die Finanzierung einer Renovierung erfordert eine sorgfältige Planung, besonders wenn energetische Maßnahmen oder eine Photovoltaik-Anlage vorgesehen sind. Eigentümer sollten prüfen, welche Förderprogramme von KfW oder BAFA aktuell verfügbar sind. Beide Institutionen unterstützen Modernisierungen, die den Energieverbrauch senken und das Wohngefühl verbessern. Wichtig ist, den Antrag rechtzeitig vor Beginn der Arbeiten zu stellen, da viele Programme eine vorherige Genehmigung verlangen.

Ein zentraler Punkt ist das Gebäudeenergiegesetz (GEG), das bestimmte Mindeststandards für Energieeffizienz vorgibt. Bei größeren Umbauten besteht die Pflicht, diese Vorgaben einzuhalten. Dazu zählen etwa die Dämmung der Gebäudehülle oder der Austausch veralteter Heizsysteme. Wer eine Photovoltaik-Anlage einbaut, profitiert nicht nur von staatlichen Zuschüssen, sondern senkt auch langfristig die Stromkosten.

Der Unterschied zwischen Kredit und Zuschuss ist entscheidend: Kredite müssen zurückgezahlt werden, Zuschüsse hingegen nicht. Ein Mix aus Eigenkapital, Fördermitteln und zinsgünstigen Darlehen schafft finanzielle Flexibilität. Eine gute Beratung durch Energieexperten oder Banken hilft, die beste Lösung für das eigene Haus zu finden und alle Förderchancen optimal zu nutzen.

DIY vs. Handwerker

Viele Eigentümer überlegen beim Sanieren, welche Arbeiten sie selbst übernehmen können und wann ein Fachbetrieb notwendig ist. Eigenleistung kann Kosten sparen, erfordert aber handwerkliches Geschick und ausreichend Zeit. Bei komplexen Gewerken wie Elektrik oder Dacheindeckung ist jedoch Fachwissen gefragt, da Fehler teuer werden können. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen Eigenleistung (DIY) und professioneller Handwerkerarbeit.

Bereich DIY (Eigenleistung) Handwerker (Fachbetrieb)
Kosten Geringere Gesamtkosten, da nur Material bezahlt wird Höhere Gesamtkosten durch Arbeitskosten, aber mit Gewährleistung
Qualität Abhängig von Erfahrung und Werkzeugen Fachgerechte Ausführung nach aktuellen Normen
Zeitaufwand Deutlich höher, da Arbeit in freien Stunden erfolgt Schnellere Umsetzung durch eingespielte Abläufe
Risiko Fehler können Folgeschäden verursachen Versicherung und Gewährleistung decken Mängel ab
Beispiele Streichen, Böden verlegen, Küche einbauen Dacheindeckung, Elektrik, Sanitärinstallation
Genehmigungen Nicht erforderlich, solange keine tragenden Elemente betroffen sind Fachgerechte Abnahme bei sicherheitsrelevanten Arbeiten notwendig
Ergebnis Persönliche Zufriedenheit durch Eigenleistung Professionelles Finish und langlebige Qualität

Bei kleinen Renovierungen wie dem Streichen oder Einbau einer neuen Küche kann Eigenleistung sinnvoll sein. Wer jedoch ein komplettes Haus sanieren oder das Dach erneuern möchte, sollte auf Fachbetriebe setzen. Die höheren Arbeitskosten amortisieren sich durch Langlebigkeit und Sicherheit. Eine Kombination beider Ansätze in klar definierten Schritten bietet oft das beste Verhältnis von Preis und Qualität.

Welche Tipps zur Planung und Kostenschätzung sind hilfreich?

Eine gründliche Planung ist die wichtigste Grundlage, um Renovierungskosten realistisch einzuschätzen und finanzielle Überraschungen zu vermeiden. Mit den richtigen Schritten lässt sich jedes Sanierungsprojekt effizient und kontrolliert umsetzen. Die folgenden Tipps helfen, Kosten und Abläufe optimal zu steuern.

  1. Klare Zielsetzung definieren: Vor Beginn der Arbeiten sollte feststehen, welche Bereiche renoviert werden und welches Ergebnis erzielt werden soll. Das erleichtert die Priorisierung und schützt vor unnötigen Zusatzarbeiten.

  2. Mehrere Angebote vergleichen: Handwerkerpreise können stark variieren. Drei bis fünf Vergleichsangebote geben einen realistischen Überblick über den Markt.

  3. Detaillierte Kostenschätzung erstellen: Alle Positionen – Material, Arbeitszeit, Entsorgung und Genehmigungen – gehören in den Kostenplan. Kleine Posten summieren sich schnell zu größeren Beträgen.

  4. Puffer einplanen: Ein finanzieller Spielraum von etwa 10 bis 15 Prozent verhindert Engpässe bei Preissteigerungen oder unvorhergesehenen Arbeiten.

  5. Fördermöglichkeiten prüfen: Programme von KfW oder BAFA unterstützen energetische Sanierungen und senken die Gesamtkosten erheblich.

  6. Zeitplan realistisch gestalten: Verzögerungen verursachen zusätzliche Lohnkosten. Ein fester Ablaufplan mit Pufferzeiten sorgt für Planungssicherheit.

  7. Dokumentation führen: Rechnungen, Angebote und Fortschritte sollten genau dokumentiert werden. Das hilft bei späteren Abrechnungen und steuerlichen Nachweisen.

Mit diesen Maßnahmen behalten Eigentümer ihr Budget im Griff und können die Renovierung ihres Hauses effizient und stressfrei umsetzen.

Fazit

Eine gut geplante Renovierung steigert nicht nur den Wert des Hauses, sondern auch den Wohnkomfort und die Energieeffizienz. Damit die Kosten im Rahmen bleiben, sind eine strukturierte Vorbereitung, realistische Kostenschätzungen und die Auswahl geeigneter Fachbetriebe entscheidend. Die Renovierungskosten Tabelle bietet dabei eine wertvolle Orientierung, um alle anfallenden Arbeiten gezielt zu kalkulieren.

Wichtig ist, frühzeitig zu prüfen, welche Sanierungsmaßnahmen sinnvoll sind und in welcher Reihenfolge sie durchgeführt werden sollten. Hochwertige Materialien lohnen sich besonders, wenn sie langfristig Energie sparen und die Instandhaltungskosten senken. Förderprogramme von KfW oder BAFA können die finanzielle Belastung reduzieren und gleichzeitig helfen, die Vorgaben des Gebäudeenergiegesetzes zu erfüllen.

Auch Eigenleistung kann Kosten senken, sollte aber mit Bedacht gewählt werden. Kleinere Arbeiten wie Streichen oder Bodenverlegen lassen sich gut selbst erledigen, während komplexe Gewerke in die Hände erfahrener Handwerker gehören. Eine Kombination aus Eigenleistung und professioneller Unterstützung führt in vielen Fällen zum besten Ergebnis.

FAQs: Häufige Fragen zum Thema Renovierungskosten

Die Kosten hängen stark vom Zustand des Hauses, der Wohnfläche und dem Umfang der Arbeiten ab. Bei einer Komplettsanierung sollten Eigentümer mit 600 bis 1.200 Euro pro Quadratmeter rechnen. Einfache Renovierungen kosten meist deutlich weniger, während aufwendige Maßnahmen wie Dach- oder Haustechnikmodernisierung höhere Investitionen erfordern.

Energetische Sanierungen wie Fassadendämmung, neue Fenster oder eine moderne Heizungsanlage senken langfristig die Betriebskosten und steigern den Immobilienwert. Auch die Installation einer Photovoltaik-Anlage verbessert die Energieeffizienz und erhöht die Attraktivität des Hauses.

Ja, bestimmte Renovierungsarbeiten können steuerlich geltend gemacht werden. Dazu zählen Handwerkerleistungen im Rahmen der haushaltsnahen Dienstleistungen sowie energetische Maßnahmen nach dem Gebäudeenergiegesetz. Alle Rechnungen sollten sorgfältig aufbewahrt werden.

Eine genaue Bestandsaufnahme und ein detaillierter Kostenplan sind entscheidend. Eigentümer sollten Angebote vergleichen, Preissteigerungen einkalkulieren und einen Puffer von rund 10 bis 15 Prozent einplanen. Fachliche Beratung durch Energieberater oder Architekten hilft, Kosten realistisch zu bewerten.

Eigenleistung kann die Kosten spürbar senken, vor allem bei Malerarbeiten, Bodenverlegung oder Küchenmontage. Bei komplexen Arbeiten wie Elektrik, Dach oder Sanitärinstallation ist ein Fachbetrieb jedoch unverzichtbar, um Sicherheit und Qualität zu gewährleisten.

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Autor

Technisch ausgebildet von der HWK, kaufmännisch ausgebildet von der IHK und weitergebildet im WBZ der Universität St. Gallen sowie vom Bundesverband deutscher Fertigbau, begleitet Tobias Beuler seit 2000 europaweit den Auf- und Ausbau von Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern. Nachdem er jahrelang selbst auf Baustellen tätig war, bietet er sein Insiderwissen seit 2018 an, um Andere bei Ihren Hausbau- und Sanierungsprojekten zu unterstützen und ist in TV und Print als Bauexperte bekannt. (ARD, RTL Punkt 12, n-tv, SZ, Welt, Süddeutsche)  Mit seinem Büchern war er mehrfach auf der Spiegel Bestseller Liste. Sein aktuelles Buch „Sanieren – Renovieren – Modernisieren“ gibt über 100 Tipps für die Bauherren, die mit hoher Qualität und zum besten Preis-Leistungsverhältnis sanieren wollen. Sein Team und er prüfen deutschlandweit Immobilien, die saniert werden müssen.