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Dreifachverglasung: Kosten, U-Werte, Förderung und Vergleich mit Zweifachverglasung

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Beim Fenstertausch stellt sich früh eine grundlegende Frage: Zweifachverglasung oder Dreifachverglasung? Die Entscheidung hängt nicht allein vom Budget ab, sondern vom Gebäudezustand, dem geplanten Heizsystem und den langfristigen Energiezielen. Dreifachverglaste Fenster sind in Neubauten längst Standard und gewinnen auch bei energetischen Sanierungen im Altbau zunehmend an Bedeutung.

Eine Dreifachverglasung ist ein Mehrscheiben-Isolierglas aus drei Glasscheiben mit zwei gasgefüllten Scheibenzwischenräumen. Dieser Aufbau ermöglicht Ug-Werte zwischen 0,5 und 0,7 W/(m²K), also deutlich bessere Dämmwerte als jede Zweifachverglasung. Gleichzeitig steigen Schallschutz und Wohnkomfort, das Schimmelrisiko an kalten Wandflächen sinkt, und die innere Scheibenoberfläche bleibt auch bei Frost angenehm warm.

Schnelleinstieg: Die wichtigsten Punkte

  • U-Wert: Dreifachverglasung erreicht Ug-Werte von 0,5–0,7 W/(m²K), Zweifachverglasung liegt bei 1,0–1,1 W/(m²K)

  • Kosten pro Fenster: Je nach Rahmenmaterial und Größe zwischen 400 und über 1.200 Euro inklusive Montage

  • Förderung: Die KfW fördert qualifizierte Fenster über die BEG mit 15 % Zuschuss, mit iSFP-Bonus bis zu 20 %

  • Altbau: Dreifachverglasung lohnt sich besonders bei veralteter Fensterverglasung und im Zuge einer umfassenden Sanierung

  • Gewicht: Bis zu 50 kg pro Flügel erfordern geeignete Rahmen und fachgerechten Einbau durch einen Fachbetrieb

Aufbau und Funktionsweise einer Dreifachverglasung

Eine Dreifachverglasung besteht aus drei Glasscheiben, die durch zwei Abstandhalter voneinander getrennt sind. Die entstehenden Scheibenzwischenräume werden mit Edelgasen gefüllt, überwiegend Argon oder Krypton. Diese Gase leiten Wärme deutlich schlechter als Luft und senken so den Wärmedurchgang erheblich.

Hinzu kommen Low-E-Beschichtungen. Diese hauchdünnen metallischen Schichten werden auf die inneren Glasoberflächen aufgedampft und reflektieren langwellige Wärmestrahlung zurück in den Raum. Erst das Zusammenspiel aus Gasfüllung, Low-E-Beschichtung und dreischichtigem Glasaufbau macht die sehr niedrigen Ug-Werte moderner dreifacher Wärmeschutzverglasung möglich.

Die Scheiben selbst werden maschinell auf Maß zugeschnitten, gereinigt und über einen Randverbund aus Aluminium oder Kunststoff miteinander verbunden. Dieser Randverbund dichtet die Scheibenzwischenräume dauerhaft ab und verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit.

Ug-Wert, Uw-Wert und g-Wert: Was bedeutet was?

Drei Kennzahlen sind beim Fenstertausch entscheidend. Sie beschreiben jeweils einen anderen Aspekt der energetischen Qualität:

Kennzahl Beschreibt Typischer Wert Dreifachverglasung Hinweis
Ug-Wert Wärmedurchgang der Verglasung allein 0,5 – 0,7 W/(m²K) Ohne Rahmen, je niedriger, desto besser
Uw-Wert Wärmedurchgang des gesamten Fensters inkl. Rahmen 0,7 – 1,1 W/(m²K) Maßgeblich für BEG-Förderung (max. 0,95)
g-Wert Anteil der Solarenergie, der ins Rauminnere gelangt 0,45 – 0,55 Niedriger als bei Zweifachverglasung (0,60–0,65)

Der Uw-Wert ist in der Praxis die wichtigste Kennzahl, weil er das gesamte Fenster bewertet. Da Rahmen schlechter dämmen als die Verglasung selbst, liegt der Uw-Wert immer über dem Ug-Wert. Der niedrigere g-Wert der Dreifachverglasung bedeutet etwas weniger passive Solargewinne im Winter, für südorientierte Fensterflächen im Passivhaus ein Planungsfaktor, in normalen Sanierungsvorhaben von untergeordneter Bedeutung.

Dreifachverglasung vs. Zweifachverglasung: Der direkte Vergleich

Zweifachverglasung bleibt der am häufigsten verbaute Standard bei Fenstererneuerungen im Bestand. Dreifachverglasung dominiert heute im Neubau und setzt sich zunehmend auch in der Sanierung durch. Wer zwischen zweifach oder dreifachverglasten Fenstern abwägt, sollte U-Wert, Schallschutz, Kosten und langfristige Energiekosten gemeinsam betrachten.

Merkmal Zweifachverglasung Dreifachverglasung
Ug-Wert (W/m²K) 1,0 – 1,1 0,5 – 0,7
Schallschutz (dB) 30 – 36 34 – 42
g-Wert 0,60 – 0,65 0,45 – 0,55
Gewicht pro m² Fensterfläche ca. 20 – 25 kg ca. 30 – 45 kg
Kosten inkl. Montage 300 – 700 € 400 – 1.200 €
Heizenergieeinsparung ggü. Altbestand mittel hoch
GEG-konform für Effizienzhaus-Standard teilweise ja

Der Wärmedurchgang einer Dreifachverglasung liegt rund 50 % unter dem einer aktuellen 2-fach Verglasung. Auf ein Einfamilienhaus mit 15 Fenstern bezogen kann das je nach Ausgangszustand jährlich zwischen 200 und 600 Euro Heizkosten ausmachen. Wer noch alte Einfachverglasung verbaut hat, kann mit Dreifachverglasung den Energieverlust pro Fenster im Winter um bis zu 50 Euro jährlich reduzieren.

Dreifachverglasung Kosten: Was ein Fenster tatsächlich kostet

Die Dreifachverglasung Kosten pro Fenster variieren je nach Rahmenmaterial, Fenstergröße, Einbausituation und Region. Kunststoff, Holz und Aluminium als Rahmenmaterialien unterscheiden sich dabei spürbar im Preis.

Rahmenmaterial Fenster mit Dreifachverglasung inkl. Montage
Kunststoff 400 – 700 €
Holz 700 – 1.100 €
Aluminium 800 – 1.200 €
Holz-Alu-Kombination 900 – 1.400 €

Die Preise beziehen sich auf ein Standard-Einfenster mit rund 100 × 120 cm. Größere Formate, Sicherheitsverglasung oder erhöhter Schallschutz erhöhen den Preis entsprechend. Haustüren und Terrassentüren mit Dreifachverglasung liegen in der Regel 30–60 % über dem Vergleichswert eines Fensters derselben Qualitätsstufe.

Was treibt die Kosten nach oben?

Die Gesamtkosten beim Fenstertausch hängen nicht allein von der Verglasung ab. Folgende Faktoren beeinflussen den Endpreis spürbar:

  • Fenstergröße und Anzahl der Flügel

  • Zugänglichkeit des Gebäudes (Erdgeschoss vs. obere Stockwerke, Gerüstpflicht)

  • Aufwand für Laibungsarbeiten und sachgerechte Abdichtung nach RAL-Montagerichtlinie

  • Entsorgung der Altfenster

  • Sonderverglasung mit erhöhtem Schall- oder Einbruchschutz

Ein vollständiger Fenstertausch am Einfamilienhaus mit 10–15 Fenstern und Dreifachverglasung liegt realistisch zwischen 8.000 und 18.000 Euro, je nach Gebäude, Rahmenmaterial und Montageaufwand.

Schallschutz mit Dreifachverglasung

Dreifachverglaste Fenster übertreffen in vielen Situationen den Schallschutz von Zweifachverglasungen. Standardausführungen erreichen Schalldämmwerte von 34–38 dB, spezielle Schallschutzkonstruktionen kommen auf 40–44 dB. Für Gebäude an Hauptstraßen, Bahnlinien oder in gewerblichen Lagen ist das ein spürbarer Unterschied.

Die Schalldämmleistung hängt wesentlich von der Asymmetrie der Scheibenstärken ab. Gleichdicke Scheiben erzeugen Resonanzeffekte bei bestimmten Frequenzen. Unterschiedliche Scheibendicken im Aufbau, etwa 4/12/6/12/4 mm, brechen diese Resonanzen und verbessern die Schalldämmung über das gesamte Frequenzspektrum. Wer auf Lärmschutz als primäres Ziel setzt, sollte dies bei der Auswahl der Verglasung gezielt berücksichtigen.

Dreifachverglasung im Altbau: Chancen und Risiken

Im Altbau bringt Dreifachverglasung die größten Effekte, aber nur, wenn das Gebäude mitspielt. Was aktuell in den Rahmen sitzt, wie gut die Außenwände gedämmt sind und welche Maßnahmen parallel geplant werden, bestimmt, ob der Einbau sich lohnt oder neue Probleme schafft.

Wann lohnt sich Dreifachverglasung im Altbau?

Im Altbau hängt die Sinnhaftigkeit maßgeblich vom Zustand der vorhandenen Verglasung ab. Wer noch Einfachverglasung mit einem Ug-Wert von 5,0–6,0 W/m²K oder alte Isolierverglasung aus den 1980er Jahren mit 2,5–3,0 W/m²K verbaut hat, erzielt mit Dreifachverglasung sehr große Einspareffekte. Wer bereits modernisierte 2-fach Verglasung mit Ug 1,0 W/(m²K) besitzt, sollte die Wirtschaftlichkeit genau prüfen, da die Einsparung hier kleiner ausfällt.

Bei der Nachrüstung im Altbau müssen die vorhandenen Fensterrahmen für das höhere Gewicht dreifachverglaster Flügel geeignet sein. In den meisten Fällen ist ein vollständiger Fenstertausch inklusive Rahmen der wirtschaftlich sinnvollere Weg. Nur bei hochwertigen Holzrahmenfenstern in technisch einwandfreiem Zustand kann ein reiner Verglasungstausch sinnvoll sein.

Das Schimmelrisiko bei Dreifachverglasung im Altbau

Dreifachverglaste Fenster verhindern Kondenswasser auf der inneren Scheibe nahezu vollständig. Bei −10 °C Außentemperatur liegt die Scheibeninnentemperatur noch bei 16–18 °C. Das Schimmelrisiko verlagert sich dadurch jedoch auf angrenzende ungedämmte Wandflächen, die nun den kältesten Punkt im Raum bilden. Fassadendämmung, Wärmebrückenbeseitigung und ein angepasstes Lüftungskonzept sind deshalb keine optionalen Ergänzungen, sondern notwendige Begleitmaßnahmen.

Dreifachverglasung ist besonders geeignet für:

  • Neubauten und Passivhäuser, wo niedrige Uw-Werte Planungsvoraussetzung sind

  • Gut gedämmte Altbauten, bei denen die Fensterverglasung das letzte schwache Glied in der Gebäudehülle ist

  • Gebäude in lärmbelasteten Lagen, die gleichzeitig von besserer Schalldämmung profitieren

  • Sanierungen in Kombination mit einer Wärmepumpe, wo niedrige Transmissionsverluste die Effizienz des Heizsystems verbessern

In schlecht gedämmten Bestandsgebäuden sollte der Einbau mit einer energetischen Sanierung der Außenwände verbunden werden.

Dreifachverglasung und Wärmepumpe

Wer eine Wärmepumpe betreibt oder plant, profitiert besonders von niedrigen Transmissionswärmeverlusten durch die Fassade. Wärmepumpen arbeiten effizienter, wenn die Vorlauftemperatur gering gehalten werden kann, und das gelingt nur bei gut gedämmter Gebäudehülle. Dreifachverglasung und Wärmepumpe ergänzen sich energetisch deshalb sehr gut und sollten gemeinsam geplant werden.

GEG-Anforderungen beim Fensterkauf

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) schreibt bei einem vollständigen Fenstertausch einen Uw-Wert von maximal 1,3 W/(m²K) vor. Dreifachverglasungen liegen deutlich darunter und erfüllen die Anforderungen ohne weiteres. Für bestimmte Effizienzhaus-Standards wie Effizienzhaus 40 oder 55 gelten niedrigere Grenzwerte als Fördervoraussetzung.

Dreifachverglasung Förderung: BEG, KfW und BAFA

Der Austausch von Fenstern gegen dreifach verglaste Modelle wird im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) als Einzelmaßnahme gefördert. Zuständig ist die KfW, die auf Antrag einen direkten Investitionszuschuss gewährt. Voraussetzung ist ein Uw-Wert von maximal 0,95 W/(m²K) für das gesamte Fenster, eine Anforderung, die Dreifachverglasungen in aller Regel erfüllen.

Wie hoch ist die KfW-Förderung für Dreifachverglasung?

Förderart Zuschuss
BEG Einzelmaßnahme (KfW) 15 % der förderfähigen Kosten
Mit Energieeffizienzexperten (iSFP-Bonus) bis zu 20 %
Förderfähige Kosten maximal 30.000 € pro Wohneinheit
Maximaler Zuschuss 6.000 € pro Wohneinheit

Der Antrag muss zwingend vor Beginn der Maßnahme gestellt werden, da eine nachträgliche Förderung nicht möglich ist. Wer einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) von einem zugelassenen Energieberater erstellen lässt, erhält 5 Prozentpunkte zusätzlich. Die Förderbedingungen können sich ändern; aktuelle Konditionen sind direkt auf der KfW-Website abrufbar.

BAFA-Förderung für Fenster

Die BAFA fördert Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle über das BEG-Programm. Seit der Neustrukturierung des BEG wird der Fenstertausch als Einzelmaßnahme über die KfW abgewickelt. Wer im Rahmen einer umfassenderen Sanierung auch Heizungstechnik austauscht, kann die BAFA-Förderung für Heizungsoptimierung mit der KfW-Gebäudeförderung kombinieren, wobei spezifische Kumulierungsregeln vorab zu klären sind.

Amortisation und Wirtschaftlichkeit

Ob sich der Aufpreis gegenüber Zweifachverglasung in einem vertretbaren Zeitraum amortisiert, hängt vor allem davon ab, was aktuell im Rahmen sitzt. Alte Einfachverglasung und Dreifachverglasung liegen energetisch so weit auseinander, dass die Rechnung fast immer aufgeht. Bei bereits modernisierten Fenstern sieht das anders aus.

Wann rechnet sich Dreifachverglasung?

Die Amortisationszeit hängt maßgeblich vom Ausgangszustand der vorhandenen Verglasung, den Energiekosten und den Investitionskosten ab. Als grobe Orientierung dienen folgende Richtwerte:

Ausgangsverglasung Amortisationszeit
Einfachverglasung 8–12 Jahre
Alte Zweifachverglasung (Ug ca. 2,5–3,0) 10–15 Jahre
Moderne Zweifachverglasung (Ug ca. 1,0) 18–25 Jahre oder länger

Mit BEG-Förderung und weiterhin hohen Energiepreisen verbessert sich die Wirtschaftlichkeit spürbar. Ein Energieberater kann auf Basis des individuellen Gebäudes eine verlässliche Wirtschaftlichkeitsrechnung erstellen. Das ist vor einer umfassenden Sanierung in jedem Fall sinnvoll und gleichzeitig Voraussetzung für den iSFP-Bonus.

Montage und Fachbetrieb

Das Gewicht dreifachverglaster Fensterflügel ist erheblich. Pro Quadratmeter Fensterfläche wiegen Dreifachverglasungen 30–45 kg, ein Flügel in der Größe 90 × 130 cm bringt gut 40–50 kg auf die Waage. Fensterrahmen und Beschläge müssen für diese Last ausgelegt sein und nach dem Einbau präzise eingestellt werden.

Genauso wichtig ist die Anschlussdichtung. Nach RAL-Montagerichtlinie muss der Baukörperanschluss innen dampfdicht und außen schlagregendicht ausgeführt werden. Wärmebrücken im Laibungsbereich heben die energetischen Vorteile der Dreifachverglasung sonst teilweise wieder auf. Für die BEG-Förderung ist die fachgerechte Ausführung durch einen qualifizierten Fachbetrieb ohnehin Pflicht und muss dokumentiert werden.

CO₂-Bilanz und Umwelt

Dreifachverglaste Fenster tragen zur Reduzierung der CO₂-Emissionen bei, indem sie den Heizbedarf des Gebäudes senken. Je geringer der Wärmeverlust durch die Fensterfläche, desto weniger Energie muss erzeugt werden, unabhängig davon, ob mit Gas, Öl oder einer Wärmepumpe geheizt wird. Viele Fenster mit Dreifachverglasung sind zudem mit Energieeffizienz-Zertifikaten ausgestattet, die eine einheitliche Vergleichbarkeit beim Fenstertausch ermöglichen.

Fazit

Dreifachverglasung ist technisch ausgereift, förderfähig und in vielen Sanierungsszenarien wirtschaftlich sinnvoll. Besonders wenn noch alte Einfach- oder frühe Zweifachverglasung verbaut ist, die Heizung modernisiert wird oder ein Effizienzhaus-Standard angestrebt wird, sind dreifachverglaste Fenster die überlegene Wahl.

Im Altbau ist die Entscheidung für 3-fach Verglasung mit Bedacht zu treffen. Ohne begleitende Dämmmaßnahmen an Wänden und Fassade und ohne angepasstes Lüftungskonzept kann sich das Schimmelrisiko von der Fensterfläche auf kalte Wandbereiche verlagern. Ein durchdachtes Gesamtkonzept ist deshalb kein optionaler Zusatz, sondern Grundvoraussetzung für dauerhaft gute Ergebnisse.

Der Aufpreis gegenüber 2-fach Verglasung ist real, durch BEG-Förderung und langfristige Heizkosten-Einsparungen jedoch gut darstellbar. Entscheidend bleibt die sorgfältige Auswahl nach Uw-Wert und Rahmenmaterial sowie eine fachgerechte Montage, die die thermischen Vorteile der Verglasung im Gebäude tatsächlich zur Wirkung bringt.

FAQ – Häufige Fragen zur Dreifachverglasung

Der Ug-Wert der Verglasung allein liegt bei 0,5–0,7 W/(m²K). Der Uw-Wert des gesamten Fensters inklusive Rahmen liegt je nach Rahmenmaterial zwischen 0,7 und 1,1 W/(m²K). Für die BEG-Förderung ist ein Uw-Wert von maximal 0,95 W/(m²K) erforderlich.

Je nach Rahmenmaterial, Fenstergröße und Einbauaufwand liegt der Preis zwischen 400 und über 1.200 Euro inklusive Montage. Kunststoffrahmen sind die günstigste Variante, Holz-Alu-Kombinationen die teuerste. Haustüren und Terrassentüren mit Dreifachverglasung sind entsprechend teurer.

Bei alter Einfachverglasung oder Zweifachverglasung aus den 1970er bis 1990er Jahren ist der Einspareffekt erheblich und die Investition lohnt sich in der Regel. Bei bereits modernisierter Zweifachverglasung mit Ug ca. 1,0 W/(m²K) ist eine individuelle Wirtschaftlichkeitsrechnung empfehlenswert. Wichtig ist außerdem, Wände und Lüftung im Altbau mitzudenken, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Über die BEG wird der Fenstertausch mit 15 % der förderfähigen Kosten gefördert, mit iSFP-Bonus bis zu 20 %. Der Antrag muss vor Baubeginn bei der KfW gestellt werden. Die Förderbedingungen können sich ändern; aktuelle Konditionen sind auf der KfW-Website abrufbar.

Nicht die Dreifachverglasung selbst verursacht Schimmel, sondern das veränderte Temperaturgefüge in schlecht gedämmten Räumen. Weil die Fensterfläche durch die 3-fach Verglasung deutlich wärmer wird, werden angrenzende ungedämmte Wandflächen zum kältesten Punkt im Raum. Dort kann Feuchtigkeit aus der Raumluft kondensieren. Gegenmittel sind Fassadendämmung, Wärmebrückenbeseitigung und regelmäßiges Lüften.

Dreifachverglaste Fensterflügel wiegen je nach Größe 30–50 kg. Das höhere Gewicht gegenüber 2-fach verglasten Fenstern erfordert geeignete Beschläge und tragfähige Rahmen. Ein fachgerechter Einbau durch einen qualifizierten Fensterbaubetrieb ist Voraussetzung für einwandfreie Funktion und Förderfähigkeit.

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Autor

Technisch ausgebildet von der HWK, kaufmännisch ausgebildet von der IHK und weitergebildet im WBZ der Universität St. Gallen sowie vom Bundesverband deutscher Fertigbau, begleitet Tobias Beuler seit 2000 europaweit den Auf- und Ausbau von Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern. Nachdem er jahrelang selbst auf Baustellen tätig war, bietet er sein Insiderwissen seit 2018 an, um Andere bei Ihren Hausbau- und Sanierungsprojekten zu unterstützen und ist in TV und Print als Bauexperte bekannt. (ARD, RTL Punkt 12, n-tv, SZ, Welt, Süddeutsche)  Mit seinem Büchern war er mehrfach auf der Spiegel Bestseller Liste. Sein aktuelles Buch „Sanieren – Renovieren – Modernisieren“ gibt über 100 Tipps für die Bauherren, die mit hoher Qualität und zum besten Preis-Leistungsverhältnis sanieren wollen. Sein Team und er prüfen deutschlandweit Immobilien, die saniert werden müssen.