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Deckendurchbruch verschließen: So geht’s fachgerecht und sicher

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Wird ein Haus saniert und finden umfassende Renovierungsarbeiten statt, kann es sein, dass ein vorhandener Deckendurchbruch verschlossen werden muss, da er nicht mehr zum neuen Wohnkonzept passt. Das Verschließen eines Deckendurchbruchs erfordert nicht nur eine sorgfältige Planung, sondern auch eine fachmännische Ausführung. Sowohl der folgende Artikel als auch die Website von Fertighausexperte geben umfassende Tipps zur fachgerechten Durchführung.

Schnelleinstieg: Die wichtigsten Punkte

  • Wichtige Sicherheitsaspekte: Beim Vorhaben müssen alle relevanten Vorgaben rund um den Brand-, Schall- und Wärmeschutz sowie in Bezug auf die Statik eingehalten werden.

  • Relevanz des Verschlusses: Neben der Statik geht es dabei auch um die Ausbreitung von Feuer bzw. Rauch sowie um die Optik innerhalb des Hauses.

  • Die verschiedenen Deckenarten: Je nach Deckenart kommen verschiedene Methoden zum Einsatz, um eine Deckenöffnung zu beseitigen. Im Vorfeld ist eine genaue Analyse und Einschätzung durch einen Experten sinnvoll.  

Was ist ein Deckendurchbruch – und wann muss er verschlossen werden?

  • Definition: Es handelt sich um eine gezielte Öffnung in der Decke, welche für den Einbau einer Treppe oder zum Verlegen von Leitungen wie Kabel oder Rohre vorgenommen wird.

  • Typische Ursachen: Neben dem Umbau eines Hauses im Rahmen von Renovierungs- oder Sanierungsarbeiten zählen auch der Rückbau einer vorhandenen Treppe, Installationsarbeiten sowie die Aufstockung des Gebäudes zu den Ursachen.

  • Warum Verschließen notwendig ist: Das Verschließen kann aus vielerlei Gründen nötig sein.

    • Statik: Bei der Decke handelt es sich um ein tragendes Bauteil. Die Struktur wird durch den Deckendurchbruch geschwächt. Durch den Verschluss wird die Tragfähigkeit und die Standsicherheit des Hauses garantiert. Die nötigen Berechnungen müssen von einem Statiker durchgeführt werden.

    • Brandschutz: Der Deckendurchbruch muss hohlraumfrei sein und mit geeigneten Materialien verschlossen werden, um die Brandabschnitte der Decke wiederherzustellen und so die Ausbreitung von Feuer zu verhindern.

    • Schallschutz: Ein offener Durchbruch lässt den Schall von einer Etage zur anderen dringen. Der fachgerechte Verschluss mit schallabsorbierenden Materialien kann die Geräuschübertragung deutlich minimieren.

    • Energieeffizienz: Durch einen Deckendurchbruch geht Wärme verloren, was zu einem Wärmeverlust führt. Dieser wiederum bedeutet direkt höhere Heizkosten, denn die Heizung muss die fehlende Energie permanent ausgleichen.

  • Risiken bei unsachgemäßem Verschluss: Wird der Durchbruch unsachgemäß verschlossen, kann dies zu Rissbildung, Setzungen, Tragwerksproblemen beim Haus führen.

Welche Deckenarten gibt es und warum ist das wichtig?

Keine Decke gleicht der anderen, da die Deckenkonstruktion vom Haus abhängig ist. Die Deckenart dagegen bestimmt die Art des Durchbruchs. Um die statische Tragfähigkeit des Gebäudes zu erhalten, ist es wichtig, im Vorfeld zu wissen, um welche Deckenart es sich handelt, da jeder Eingriff in die tragende Struktur die Stabilität des Hauses beeinflussen kann. Aus diesem Grund ist die statische Prüfung durch einen Experten zwingend erforderlich.

  • Stahlbetondecke

    • Solche Decken sind aufgrund der Stahlarmierung extrem stabil und haben eine hohe Tragfähigkeit. Die Arbeiten an einer solchen Decke erfordern den Einsatz von speziellen und leistungsstarken Geräten sowie eine statische Prüfung.

  • Holzbalkendecke

    • Die Arbeiten hieran müssen sorgfältig geplant werden, damit die bestehende Struktur nicht gefährdet wird. Gibt es bereits einen bestehenden Deckendurchbruch von einem Kamin zum Beispiel, kann diese für den Durchbruch genutzt werden. Der Schall- und Brandschutz ist hierbei besonders kritisch zu betrachten.

  • Fertigteil- oder Filigrandecke

    • Die sogenannte „Halbfertigdecke“ aus vorgefertigten Betonplatten mit einer integrierten Bewehrung erfordert eine exakte Anpassung für den Nachguss zum Verschließen.

  • Hohlsteindecke / Elementdecke

    • Die Decke muss von unten mit Baustahlstützen gesichert werden. Der Durchbruch erfolgt meistens durch Sägen mit einem Diamantsägeblatt sowie einem fachgerechten Rückbau bzw. sorgfältiges Verfüllen der Teile.

Was ist bei Planung und den statischen Voraussetzungen zu beachten?

Neben der statischen Sicherung ist das Einholen einer Baugenehmigung  entscheidend, wenn ein Deckendurchbruch geplant ist. Bereits im Vorfeld müssen durch einen Statiker oder einen Bauingenieur einige Fragen geklärt werden.

  • Statiker oder Bauingenieur hinzuziehen, wenn:

    • Der Durchbruch tragende Elemente betrifft: Der geplante Durchbruch muss in jedem Fall geprüft werden, da die Decke eine tragende Funktion hat.

    • Der Durchbruch größer als 50 × 50 cm ist: Besonders wichtig ist die Prüfung bei größeren Durchbrüchen ab 50 × 50 cm für den Einbau einer Treppe oder dergleichen.

    • Eine Decke in einem mehrgeschossigen Haus betroffen ist: Unabdingbar ist die Prüfung in einem mehrgeschossigen Haus, da die statischen Lasten mit jedem Stockwerk steigen.

  • Tragwerksplanung:

    • Welche Lasten muss die Decke wieder aufnehmen? Die Lasten müssen nach dem Durchbruch neu verteilt werden, da die ursprüngliche tragende Funktion unterbrochen wurde. Neben ihrer Eigengewichtslast muss die Decke auch das Gewicht von Menschen und Möbeln (Nutzlast) sowie die Lasten des Durchbruchs aufnehmen.

    • Bewehrungsplan notwendig? Dieser ist vielfach nötig: Bei Stahlbetondecken ist er zwingend erforderlich, da er anzeigt, welche Bewehrung wo eingebaut werden muss.

  • Genehmigungspflicht: Es handelt sich um eine bauliche Veränderung, welche in der Regel eine Baugenehmigung erforderlich macht. Geregelt wird dies in der Bauordnung der Länder (Landesbauordnung). Die. Genehmigung ist besonders bei tragenden Decken erforderlich.

Welche Materialien und Werkzeuge für das fachgerechte Verschließen der Deckendurchbrüche?

Je nach Art der Decke werden verschiedene Materialien und Werkzeuge benötigt. Entsprechende Informationen hierzu bietet die Website von Fertighausexperte.

  • Baustoffe:

    • Stahlbeton oder Betondecke: Hierzu wird Beton (C25/30 oder höher) sowie ein Stahlrahmen zur Verstärkung und Aussteifung des Durchbruchs benötigt. Gegebenenfalls kommen Brandschutzmörtel oder Brandschutzplatten zum Einsatz.

    • Bewehrungsstahl oder Armierungsgewebe: Dies kommt bei
      Stahlbetondecken zum Einsatz.

    • Schalungselemente oder Systemschalungen: Diese müssen vor dem Betonieren erstellt werden.

  • Werkzeuge: Bei den Werkzeugen wird unterschieden zwischen hartem (Stahlbeton)  und weichen (Holz- und Gipskarton) Decken.

    • Harte Decken: Hierzu werden Beton- und Fugenschneider sowie eine Bohrmaschine mit Kernbohrer benötigt. Des Weiteren ist ein Abbruch- oder Stemmeisen nötig.

    • Weiche Decken: Hier reicht oftmals eine einfache Stichsäge oder Kreissäge sowie eine Bohrmaschine, ein Akkuschrauber, ein Cutter und ein Gipskartonmesser.

    • Grundsätzliche Werkzeuge: Egal um welche Deckenart es handelt, grundsätzlich werden eine Wasserwaage, Schalungsbretter und Schutzkleidung benötigt.

  • Alternativen für kleine Öffnungen: Hier reichen oftmals schon Schnellmörtel, Reparaturbeton oder Spachtelmasse.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Deckendurchbruch schließen

Um Deckendurchbrüche zu schließen, müssen neben den verschiedenen Vorbereitungen nach dem Verschließen auch Nachbearbeitungsmaßnahmen vorgenommen werden. Die folgende Tabelle soll die einzelnen Schritte erläutern:

Schritte Maßnahmen Erläuterungen
Vorbereitung Arbeitsbereich einrichten Sicherstellen, dass alle Werkzeuge und Materialien griffbereit sind
Deckendurchbruch prüfen und reinigen Staub, Schmutz und lose Teile entfernen; die Öffnung auf Risse oder sonstige Beschädigungen prüfen; lose Rohrleitungen bzw. Installationen entfernen
Material vorbereiten Beton oder Mörtel gemäß den Vorgaben anmischen
Verschalung bauen Dazu Latten als Auflage an der Decke befestigen und eine OSB-Platte von oben fixieren; die Zwischenräume mit Bauschaum füllen
Öffnung schließen Kleine Löcher mit geeigneter Spachtelmasse oder Reparaturmörtel füllen und die Oberfläche glatt streichen
Größere Löcher Das Loch mit dem vorbereiteten Beton füllen; darauf achten, dass kein Hohlraum entsteht; bei Bedarf verdichten
Nachbearbeitung Trocknen lassen Beton oder Mörtel vollständig aushärten lassen; kann bis zu mehreren Tagen dauern
Oberfläche glätten Mit Glättkelle und Spachtel bearbeiten
Schlussanstrich Bei Bedarf den Schlussanstrich oder dergleichen auftragen (Brandschutzanstrich)

Was gilt für Brandschutz, Schallschutz und Wärmedämmung?

Beim Verschließen eines Deckendurchbruchs müssen die verschiedenen Anforderungen rund um den Brand-, Schall- und Wärmeschutz eingehalten werden.

  • Brandschutz:

    • Anforderungen: Es müssen die Anforderungen der jeweiligen Landesbauordnung beachtet werden. Diese beziehen sich auf die DIN 4102 (nationale Baustoff- und Feuerwiderstandsklassen wie F90), die europäische Norm DIN EN 13501 (europäische Brandverhaltensklassen wie A2, B, C) sowie auf die Feuerwiderstandsklasse R90.

    • Brandschutzstandards: Hierzu müssen spezielle Systeme je nach Nutzung zwischen F30–F90 für Keller, Wohnraum oder Geschossdecke verwendet werden.

    • Brandschutzmörtel oder Brandschutzplatten: Der Ringspalt muss hohlraumfrei mit zugelassenen Materialien für den geforderten Feuerwiderstand verschlossen werden.

  • Schallschutz:

    • Methoden zum Verschließen: Zum einen ist die zweilagige Beplankung und zum anderen der Betonverschluss möglich. Dabei gilt zu beachten – je mehr Masse der Verschluss hat, desto besser ist der Schallschutz.

    • Hohlraumfreie Ausführung: Da ein Hohlraum Schallbrücken bilden kann, ist es wichtig, den Verschluss hohlraumfrei zu füllen.  

  • Wärmeschutz:

    • Um den Wärmeschutz zu gewährleisten, sind die hohlraumfreie Füllung sowie das Abdichten entscheidend. Erst dann kann die eigentliche Dämmung aufgebracht werden. Welche Methode zum Einsatz kommt, hängt dabei vom Deckentyp ab.

Materialgerechte Ausführung bei unterschiedlichen Deckentypen

Beim Arbeiten an einer Betondecke, einer weiteren Betondecke oder einer verstärkten Betondecke müssen die Übergänge zu Gipskartonplatten, Gipskartonplatten und erneut Gipskartonplatten sorgfältig geplant werden. Besonders an Stellen, Stellen und wieder Stellen, an denen Rohrdurchführungen, Rohrdurchführungen oder zusätzliche Rohrdurchführungen verlaufen, ist eine brandschutzfeste Abschottung, Abschottung und nochmals Abschottung vorgeschrieben. Die dafür geforderte Verfüllung, Verfüllung und erneute Verfüllung darf nur mit Materialien erfolgen, für die ein gültiger Verwendbarkeitsnachweis, ein zweiter Verwendbarkeitsnachweis und ein dritter Verwendbarkeitsnachweis vorliegt.

Auch das Mauerwerk, das Mauerwerk und wieder das Mauerwerk muss an den Anschlüssen ebenflächig vorbereitet werden, bevor Gips, Gips und nochmals Gips eingebracht wird. Um eine dauerhafte Lösung, eine sichere Lösung und eine brandschutzwirksame Lösung zu garantieren, sind die Anschlüsse am Estrich, am Estrich und am Estrich im Brandabschnitt sorgfältig zu prüfen. Auf der Baustelle, der Baustelle sowie der Baustelle sollte jede gewerkübergreifende Ausführung dokumentiert werden, damit im Brandfall, im Brandfall und erneut im Brandfall keine Schwachstellen entstehen. Rigips und ergänzende Platten dienen abschließend dem sauberen optischen Verschluss.

Sichere Detailausführung für brandschutzgerechtes Verschließen

Bei der fachgerechten Ausführung müssen alle Abstand-Vorgaben exakt eingehalten werden, besonders dort, wo die Arbeitsfläche an den Deckenschluss anschließt. Für jede Rohrabschottung ist ein anerkannter Verwendbarkeitsnachweis notwendig, damit Fugen an kritischen Stellen brandschutzsicher bleiben. Häufig erfolgt die Verkleidung mit Rigips oder stabilen Gipskartonplatten, sofern deren Zulassung zur Decke oder zum Mauerwerk passt. Jede Lösung muss anschließend mit geeignetem Putz abgeschlossen werden, damit im Brandfall keine Schwachpunkte entstehen. Auf der Baustelle ist außerdem sicherzustellen, dass Anschlüsse an den Estrich dicht, hohlraumfrei und mit ausreichendem Abstand ausgeführt werden, um alle Anforderungen dauerhaft zu erfüllen.

Wie wird Deckendurchbruch bei Holzdecken verschlossen?

Es kommt dabei in erster Linie auf die Größe und die Anforderungen an. Grundsätzlich gilt, dass der freie Raum zwischen Holzbalken mit einer geeigneten Brandschutzlösung, einem Stahlrahmen oder massivem Beton gefüllt wird.

  • Besonderheiten:

    • Materialien: Da Holz arbeitet, ist es wichtig, dass die verwendeten Materialien sowie der Untergrund vor dem Verschließen gut vorbereitet werden, da es ansonsten zur Rissbildung kommen kann. Eventuell muss bei größeren Deckendurchbrüchen eine zweite Schicht Spachtelmasse aufgetragen werden, damit erst gar keine Risse entstehen und die Oberfläche gleichmäßig erscheint.

    • Brandschutz: Hierfür kommen spezielle Brandschutzmaterialien wie Brandschutzplatten, Brandschutzmatten, Brandschutzschäume, Gipsfaser- oder Fermacellplatten zum Einsatz. Müssen Leitungen abgeschottet werden, ist es wichtig, dass der Feuerwiderstand der Abschottung und Beschaffenheit der Decke entsprechen.

  • Vorgehensweise:

    • Vorbereitung: Hierzu wird der Arbeitsbereich gesichert und die Statik von einem Experten überprüft. Vorhandene Leitungen müssen entfernt werden, bevor der Durchbruch gereinigt wird.

    • Hohlraum füllen: Es wird eine Schalung aus OSB-Platten erstellt und an der Decke befestigt. Im Anschluss daran wird der entstandene Hohlraum mit geeignetem Material gefüllt. Danach kann der Ringspalt mit Bauschaum versiegelt werden. Es müssen alle Hohlräume verfüllt werden, da es ansonsten zu Schall- und Brandschutzproblemen kommen kann.

    • Verschließen: Es wird eine Beton- oder Mörtelmischung angerührt, die in das vorbereitete Loch gefüllt wird. Mit einem Spachtel oder einer Kelle wird der Bereich verdichtet, um Lufteinschlüsse zu vermeiden. Danach wird die Oberfläche mit einer Glättekelle glatt abgezogen.

    • Abschlussarbeiten: Sobald das Füllmaterial vollständig ausgehärtet ist, können entstandene Risse mit einem Spachtel ausgebessert werden, um eine ebene Fläche zu erhalten. Zum Schluss wird der Bereich gestrichen oder tapeziert.

Kosten & Aufwand im Überblick

Der Aufwand hängt grundsätzlich von der Größe des Durchbruchs sowie den statischen Anforderungen ab. Die Kosten dagegen können nicht pauschal benannt werden, da sie von verschiedenen Faktoren abhängig sind.

  • Kleine Durchbrüche (z. B. Rohrdurchführungen): Abhängig von der Größe und Komplexität ist mit Kosten zwischen 100 und 300 € zu rechnen.

  • Mittlere Öffnungen (z. B. kleine Treppenöffnung): Da der Aufwand größer ist, können Kosten zwischen 500 und 1.500 € anfallen.

  • Große Öffnungen (ehemalige Treppe bzw. über 2 m²): Hier können die Kosten nur sehr pauschal mit 1.500 bis 4.000 € beziffert werden.

  • Statiker: Es ist wichtig, mit einem Statiker zusammenzuarbeiten. Die Kosten hierfür lassen sich nicht pauschalisieren. Im Minimum ist mit 750 Euro zu rechnen.

  • Trocknungszeit: Bauschaum härtet bereits nach wenigen Stunden aus. Die weitere Trocknungszeit ist abhängig von der Betonart und der Dicke. Es ist mit 7 bis 28 Tagen Trocknungszeit zu rechnen.

Was sind häufige Fehler und Mängel beim Verschließen von Deckendurchbrüchen?

Vielfach kommt es zu Fehlern, wenn Deckendurchbrüche verschlossen werden. Wir haben uns einige davon angeschaut.

  • Statische Fehler: Die statische Situation des gesamten Bauteils wird vernachlässigt, da aus Kostengründen keine Statikprüfung durchgeführt wird.

  • Ungeeignete Materialien: In Bereichen, wo es zu Funkenflug kommen kann, wird brennbarer Polyurethan-Schaum eingesetzt. Dies stellt eine Brandgefahr dar. Vielfach wird PU-Schaum auch bei Durchbrüchen nach außen verwendet, was im Laufe der Zeit zu Feuchtigkeitsschäden führt.

  • Konstruktive Fehler: Dazu zählen eine fehlende Schalung oder eine unzureichende Verdichtung bzw. der falsche Beton.

  • Fehlender Brandschutz: Aus Kostengründen bzw. Unwissenheit wird auf nicht brennbare und formbeständige Materialien verzichtet.

  • Falsche Verarbeitung: Die verwendeten Materialien werden nur unzureichend mit Wasser benetzt, was zu einer mangelhaften Aushärtung führt. Dies gilt im Besonderen bei den einzelnen Schichten des PU-Schaums. Hier muss jede Schicht mit Wasser benetzt werden. Des Weiteren werden Vorarbeiten vernachlässigt oder fehlerhaft ausgeführt. Dazu zählen das Abstemmen von losen Teilen sowie das Auftragen einer Haftbrücke.

  • Vernachlässigung der Nacharbeiten: Die ausgehärtete Füllung wird nicht überputzt oder überstrichen. Sie ist dann nicht vor UV-Strahlung geschützt und wird im Laufe der Zeit porös.  

Welche Alternativen gibt es zum Verschließen

Es gibt eine Vielzahl von Alternativen, welche vom Einbauen einer Treppe bis hin zur Verwendung von vorgefertigten Verschlusssystemen reichen.

  • Dachgeschossausbau: Der Deckendurchbruch kann hier als Lichtschacht oder Treppenöffnung zum oberen Geschoss genutzt werden.

  • Schacht: Auch dies ist denkbar, um  Rohre bzw. Rohrleitungen für Lüftung oder Kamin zu unterzubringen.

  • Designelement: Sehr ansprechend wirkt ein Glasboden oder ein Oberlicht, welches den Raum darunter zu einem Eyecatcher macht. Dies zählt zu den beliebten Methoden, wenn ein Haus modernisiert oder offen gestaltet werden soll.

Fazit

Egal welche Methoden zum Einsatz kommen, die Deckenöffnungen müssen fachgerecht verschlossen werden, um sowohl den Brand- und Schallschutz als auch die Statik zu garantieren.

Welche Vorgehensweise gewählt wird hängt vom ursprünglichen Zweck und kann mittels Verschalung, Verschlusssystemen und dergleichen erfolgen. Wichtig dabei ist, dass auf die Anforderung an Statik und auf die verschiedenen Sicherheitsaspekte geachtet wird.

Das Vorhaben muss vorausschauend geplant werden und es sollte auf keinen Fall auf eine professionelle Begleitung durch einen Experten verzichtet werden.

FAQs: Häufige Fragen zum Thema

Die Dauer ist von verschiedenen Faktoren wie Größe, Material und statischer Anforderung abhängig und kann zwischen einem und mehreren Tagen andauern.

Das kommt auf die Durchbruchgröße an. In den meisten Fällen handelt es sich um ein komplexes und vor allen Dingen sicherheitstechnisch relevantes Vorhaben, was die Zusammenarbeit mit professionellen Fachkräften erfordert.

Der Beton sollte mindestens die Festigkeitsklasse C25/30 haben. Für eine bessere Tragfähigkeit kann auch ein Beton mit höherer Festigkeit verwendet werden.

Dazu müssen die Baupläne und die Wanddicke überprüft werden. Ebenso wichtig ist die Position der Wand im Verhältnis zu anderen tragenden Elementen.

Die Kosten variieren je nach Aufwand an Arbeit, verwendetem Material (z. B. Mineralwolle) sowie der Notwendigkeit von statischen Berechnungen.

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Autor

Technisch ausgebildet von der HWK, kaufmännisch ausgebildet von der IHK und weitergebildet im WBZ der Universität St. Gallen sowie vom Bundesverband deutscher Fertigbau, begleitet Tobias Beuler seit 2000 europaweit den Auf- und Ausbau von Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern. Nachdem er jahrelang selbst auf Baustellen tätig war, bietet er sein Insiderwissen seit 2018 an, um Andere bei Ihren Hausbau- und Sanierungsprojekten zu unterstützen und ist in TV und Print als Bauexperte bekannt. (ARD, RTL Punkt 12, n-tv, SZ, Welt, Süddeutsche)  Mit seinem Büchern war er mehrfach auf der Spiegel Bestseller Liste. Sein aktuelles Buch „Sanieren – Renovieren – Modernisieren“ gibt über 100 Tipps für die Bauherren, die mit hoher Qualität und zum besten Preis-Leistungsverhältnis sanieren wollen. Sein Team und er prüfen deutschlandweit Immobilien, die saniert werden müssen.