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Dachbodensanierung und Ausbau: Schritt-für-Schritt erklärt

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Eine Dachbodensanierung oder ein Dachausbau verwandelt ungenutzte Fläche in wertvollen Wohnraum. Viele Häuser besitzen einen Dachboden, der durch eine kluge Planung und moderne Technik zum gemütlichen Dachgeschoss werden kann. Eine Sanierung verbessert die Bausubstanz, beseitigt Schäden und steigert die Energieeffizienz des gesamten Gebäudes. Ein Ausbau schafft neue Möglichkeiten für Schlafräume, Homeoffice oder Hobbybereiche.

Wichtig sind eine sorgfältige Bestandsaufnahme, passende Dämmkonzepte und eine sichere Statik. Auch Genehmigungen spielen eine zentrale Rolle, sobald der Raum offiziell als Wohnfläche genutzt werden soll. Dieser Ratgeber erklärt Ihnen Schritt für Schritt, wie eine erfolgreiche Dachbodensanierung und ein professioneller Dachausbau gelingen.

Schnelleinstieg: Die wichtigsten Punkte

  • Neuen Wohnraum schaffen: Ein Dachbodenausbau verwandelt ungenutzte Fläche in vollwertige Wohnräume und steigert den Wert des Hauses.

  • Substanz stärken und Schäden beheben: Eine Dachbodensanierung verbessert die Konstruktion, beseitigt Feuchtigkeit und erhöht die Energieeffizienz des gesamten Gebäudes.

  • Planung und Genehmigung sichern: Eine gründliche Bestandsaufnahme, passende Dämmkonzepte und die Klärung aller baurechtlichen Vorgaben sorgen für einen erfolgreichen Ausbau.

Was ist der Unterschied zwischen Dachbodenausbau und Dachbodensanierung?

Ein Dachboden bietet viel Potenzial für neue Wohnfläche. Für viele Eigentümer stellt sich zuerst die Frage, ob ein reiner Ausbau des Dachgeschosses möglich ist oder ob eine umfassendere Dachsanierung nötig wird. Beide Varianten verfolgen unterschiedliche Ziele und setzen verschiedene Arbeiten voraus.

Ein Dachausbau schafft neuen Wohnraum im Dachgeschoss und macht das Gebäude nutzbarer. Eine Dachsanierung verbessert die Substanz des Daches und behebt Schäden. Wer die Unterschiede kennt, plant sicherer und vermeidet Fehlentscheidungen beim Projekt.

Was ist ein Dachbodenausbau?

Ein Dachbodenausbau verwandelt ungenutzte Fläche im Dachgeschoss in vollwertigen Wohnraum. Dazu gehören bauliche Arbeiten im Bereich Böden, Wände, Decken und Belichtung. Auch Technik und Dämmung spielen eine große Rolle. Der Ausbau ist nicht mit der Dachaufstockung zu verwechseln. Ein gut geplanter Ausbau steigert den Wert des Hauses und schafft zusätzliche Wohnqualität.

Thema Inhalte
Ziel Wohnraum im Dachgeschoss schaffen
Arbeiten Einbau von Böden, Wänden, Decken und Fenstern
Technik Heizungsanschluss, Elektroinstallation, Sanitär bei Bedarf
Methoden Trockenbau, Dämmtechnik, moderne Fenstersysteme
Nutzen Höhere Wohnfläche und bessere Raumnutzung

Ein Ausbau beginnt mit der Prüfung der Statik und der Dachneigung. Für Wohnraum braucht das Dach ausreichende Höhe und Tragfähigkeit. Danach folgen Dämmung, Dampfsperre und luftdichte Ebenen. Diese Sanierungsmaßnahmen halten das Dachgeschoss warm und schützen das Haus vor Feuchtigkeit.

Fenster und Gauben sorgen für mehr Licht. Ein fester Boden und eine funktionale Raumaufteilung schaffen komfortable Wohnbereiche. Die Arbeit endet mit der Installation von Heizung, Strom und eventuell einem Badezimmer. Mit diesen Schritten wird ein einfacher Dachboden zu einem modernen Dachgeschoss.

Was ist eine Dachbodensanierung?

Eine Dachsanierung fokussiert sich auf die Bausubstanz. Ziel ist es, Schäden zu beseitigen und das Dach langfristig zu sichern. Diese Arbeiten betreffen den Dachstuhl, die Dachdeckung und die Dämmung. Eine Sanierung ist immer notwendig, wenn Feuchtigkeit, Schimmel oder beschädigte Bauteile vorhanden sind.

Thema Inhalte
Ziel Erhalt und Verbesserung der Substanz des Daches
Arbeiten Reparatur, Instandsetzung, Austausch schadhafter Bereiche
Ursachen Feuchtigkeit, Schimmel, veraltete Materialien
Methoden Erneuerung der Dämmung, neue Dachdeckung, Holzschutz
Nutzen Sicherheit, Energieeffizienz, längere Lebensdauer des Hauses

Der erste Schritt ist die Analyse des bestehenden Dachstuhls. Schäden durch Feuchtigkeit oder Schädlinge müssen behoben werden. Auch die bestehende Dämmung spielt eine große Rolle. Alte Materialien verlieren Wirkung und verursachen Wärmeverluste. Eine neue Dämmung steigert die Effizienz des gesamten Hauses.

Bei Bedarf wird die Dachdeckung erneuert. Moderne Systeme schützen besser vor Witterung und sorgen für ein dauerhaft stabiles Dach. Durch diese Sanierungsmaßnahmen wird der Dachboden trocken, sicher und funktional nutzbar. Eine gute Sanierung schafft die Basis für einen späteren Dachgeschossausbau.

Welche rechtlichen Grundlagen sind zu beachten?

Ein Dachausbau verändert die Nutzung eines Gebäudes und unterliegt festen Vorschriften. Wer einen Dachboden in Wohnraum umwandeln möchte, muss prüfen, welche Anforderungen gelten. Die Regeln unterscheiden sich je nach Bundesland, Gebäudeart und Ziel des Ausbaus. Eine fehlende Baugenehmigung kann zu Verzögerungen oder zur nachträglichen Nutzungsuntersagung führen.

Auch besondere Bedingungen wie Denkmalschutz oder Eigentümerrechte spielen eine wichtige Rolle. Wer rechtliche Faktoren kennt, plant sicherer und vermeidet Probleme. Ein Fachmann empfiehlt sich in vielen Fällen, besonders bei komplexen Gebäuden oder Umbauten im Dachgeschoss.

Bauordnung und Genehmigungen

Ein Dachbodens wird erst dann offiziell zu Wohnraum, wenn die Bauordnung erfüllt ist. Die Landesbauordnungen legen fest, wann ein Bauantrag nötig wird und welche Anforderungen an Raumhöhe, Brandschutz oder Zugänglichkeit gelten. Diese Grundlagen müssen bereits in der frühen Planungsphase berücksichtigt werden.

Wichtige Punkte zur Bauordnung:

  • Bauantrag bei Nutzung als Wohnraum erforderlich

  • Mindesthöhen je nach Landesbauordnung, meist ab zwei Meter dreißig

  • Brandschutzanforderungen für Wohnraum

  • Vorgaben für Rettungswege und Fenstergrößen

  • Anforderungen an Treppen und den Zugang zum Dachgeschoss

Eine Genehmigung ist nicht nur ein formaler Schritt. Sie sichert die Qualität des Ausbaus und schützt vor späteren Konflikten mit Behörden. Auch Energieeffizienz und Schallschutz können relevante Faktoren sein, da sie gesetzlich vorgegeben sind.

Worauf ist beim Denkmalschutz zu achten?

Bei historischen Gebäuden gelten besondere Regeln. Ein Dachausbau muss die bestehende Architektur erhalten und darf das Erscheinungsbild nicht verändern. Viele Maßnahmen am Dachbodens, wie der Einbau neuer Fenster oder die Änderung der Dachform, benötigen eine gesonderte Abstimmung. Die Behörde prüft jede geplante Arbeit sehr genau. Ziel ist der Schutz der historischen Substanz. Deshalb müssen Materialien und Methoden oft exakt zum Original passen.

Eine frühzeitige Beratung verhindert Verzögerungen und reduziert Planungsfehler. Für Eigentümer lohnt sich die Abstimmung mit einem Fachmann, da selbst kleine Anpassungen genehmigungspflichtig sein können.

Eigentümergemeinschaft bei Mehrfamilienhäusern

In einer Wohnungseigentümergemeinschaft können Arbeiten am Dachboden nur erfolgen, wenn alle relevanten Eigentümer zustimmen. Das Dach gilt in vielen Fällen als Gemeinschaftseigentum. Jede bauliche Veränderung betrifft daher das gesamte Gebäude. Ein Ausbau ohne Zustimmung ist nicht erlaubt und führt zu Konflikten.

Auch die Kostenverteilung wird durch die Miteigentumsanteile geregelt. Die Gemeinschaft entscheidet, wie Sanierungsmaßnahmen oder Ausbauschritte organisiert werden. Ein transparentes Konzept hilft, Einwände zu vermeiden. Wer früh kommuniziert und die Planungsdetails vorstellt, beschleunigt den Prozess und erhält eine stabile Grundlage für den späteren Dachgeschossausbau.

Wie läuft die Planung und Bestandsaufnahme ab?

Eine sorgfältige Planung entscheidet über den Erfolg eines Dachausbau Projekts. Der Dachboden muss vor Beginn aller Arbeiten gründlich geprüft werden. Ziel ist es, den Zustand des Dachbodens zu bewerten, die Anforderungen des Bauamts zu klären und ein realistisches Raumkonzept zu entwickeln. Die Bestandsaufnahme zeigt, ob der Ausbau des Dachbodens sofort möglich ist oder ob vorher Sanierungsarbeiten nötig werden. Auch die Dachdämmung und die technische Versorgung spielen eine wichtige Rolle.

Dachzustand prüfen

Ein erster Schritt beim Dachausbau ist die technisch saubere Bewertung des Bestands. Diese Prüfung schützt vor unerwarteten Kosten und zeigt, welche Maßnahmen nötig sind, um den Dachboden in Wohnraum zu verwandeln.

Zentrale Prüfpunkte sind:

  • Statik und Tragfähigkeit des Dachstuhls

  • Zustand der Dachdeckung und der Regenrinnen

  • Feuchtigkeitsschäden oder Schimmel

Eine stabile Tragkonstruktion ist entscheidend, da neue Lasten entstehen. Dazu gehören Bodenaufbauten, Möbel und die spätere Nutzung als Wohnraum. Der Zustand der Dachdeckung beeinflusst die Sicherheit des gesamten Hauses. Schäden durch Feuchtigkeit oder unzureichende Abdichtungen müssen behoben werden. Eine frühzeitige Analyse schützt vor Schimmel und verhindert Wärmeverluste. Je genauer die Bestandsaufnahme erfolgt, desto sicherer verläuft der weitere Ausbau des Dachbodens.

Energetische Bestandsaufnahme

Die energetische Bewertung bewertet die Effizienz des Daches. Sie ist wichtig, da der Wärmeverlust im Dachbereich oft besonders hoch ist. Eine gute Dachdämmung gehört zu den wichtigsten Maßnahmen beim Dachausbau und bietet langfristige Vorteile.

Eine fachgerechte Dämmung reduziert Energiekosten und erhöht den Wohnkomfort. Die Bewertung der Technik zeigt, ob Leitungen für Heizung, Strom und Lüftung bereits vorhanden sind oder erst verlegt werden müssen. In einigen Fällen fordert das Bauamt Nachweise zur Energieeffizienz, vor allem wenn eine neue Wohneinheit entsteht.

Förderchancen und bauliche Details beim professionellen Dachausbau

Bei einem modernen Dachausbaus, der energetisch und strukturell überzeugt, spielen Förderprogramme wie die KfW eine entscheidende Rolle. Viele Maßnahmen im Rahmen eines Dachausbaus profitieren von Zuschüssen oder Krediten der KfW, besonders wenn im Zuge der Nutzungsänderung zusätzlicher Wohnraum entsteht. Eine solche Nutzungsänderung steigert nicht nur den Wert des Gebäudes, sondern kann auch als langfristige Kapitalanlage dienen.
Wesentliche Bestandteile des Dachausbaus sind die fachgerechte Untersparrendämmung, die Auswahl geeigneter Dämmstoffe und die Prüfung der vorhandenen Sparren. Werden Dämmstoffe und Untersparrendämmung optimal kombiniert, verbessern sie die Energieeffizienz deutlich, während stabile Sparren die Tragfähigkeit sicherstellen. Auch der neue Fußboden spielt eine wichtige Rolle, da ein belastbarer Fußboden die Wohnqualität erhöht und für die Nutzung im Rahmen einer Kapitalanlage unerlässlich ist. Moderne Dämmstoffe in Kombination mit tragfähigen Sparren ermöglichen eine nachhaltige Nutzung und bilden eine solide Basis für Fördermöglichkeiten der KfW.

Raumkonzept und Nutzung beim Dachboden ausbauen

Ein gutes Raumkonzept entscheidet über den Komfort des zukünftigen Dachgeschosses. Der Dachboden kann vielseitig genutzt werden. Möglich sind Wohnräume, Schlafbereiche, Büros oder Hobbyräume. Die gewünschte Nutzung beeinflusst die gesamte Planung und legt fest, welche baulichen Maßnahmen sinnvoll sind.

Die Position von Treppen, Fenstern und Dachgauben bestimmt die Raumwirkung. Eine günstige Anordnung sorgt für ausreichend Licht und schafft angenehme Proportionen. Auch Stauraumlösungen gehören zur Planung. Dachschrägen bieten besondere Möglichkeiten, erfordern aber durchdachte Möbelkonzepte. Ein klares Konzept sorgt dafür, dass der Ausbau des Dachbodens gut funktioniert und der neue Wohnraum alltagstauglich bleibt.

Welche baulichen Maßnahmen gibt es beim Dachbodenausbau?

Ein Dachbodenausbau besteht aus vielen Arbeitsschritten, die den Dachboden in vollwertigen Wohnraum verwandeln. Jede Maßnahme stärkt die Bausubstanz, steigert die Energieeffizienz oder verbessert die Nutzungsmöglichkeiten des Dachgeschosses. Dazu gehören Statik, Bodenaufbau, Wände, Dachdämmung, Dachfenster, Türen sowie technische Installationen. Die folgende Tabelle bietet einen umfassenden Überblick über alle wichtigen Bereiche beim Ausbau des Eigenheims.

Wesentliche Maßnahmen im Überblick

Bereich Arbeitsschritte Ziel
Statik Verstärkung von Sparren und Balken, zusätzliche Träger, Prüfung der Dachneigung Tragfähigkeit sichern und Lasten aufnehmen
Bodenaufbau Trittschall verbessern, Bodenausgleich, Verlegen von Laminat, Parkett oder Fliesen Stabiler und geräuscharmer Wohnraum
Decke Dämmung der Zwischendecke, luftdichte Ausführung Energieeffizienz erhöhen und Wärmeverluste vermeiden
Dachdämmung Zwischensparrendämmung, Aufsparrendämmung, Dampfsperre, Luftdichtheit Angenehmes Raumklima und Schutz vor Feuchtigkeit
Wände Dämmung bei Schrägen, Beplankung, Einziehen neuer Innenwände Struktur schaffen und Räume gliedern
Dachfenster Einbau von Fenstern, Auswahl energieeffizienter Modelle, Schaffung von Belichtung Heller Wohnraum mit guter Lüftung
Gauben Bau von Dachgauben zur Erweiterung der Raumhöhe Mehr Nutzfläche und bessere Belichtung
Türen Einbau von Innentüren, Anpassung an Dachschrägen Klare Raumtrennung
Elektro Leitungen für Steckdosen, Licht, Schalter, Netzwerk Sichere und moderne Versorgung
Heizung Anschluss an Heizung oder Einbau einer Kompaktlösung Wohlfühltemperatur im Dachgeschoss
Sanitär Leitungen für Bad, Gäste WC, Entwässerung Nutzung als komplette Wohneinheit möglich
Zugang Einbau einer sicheren Treppe, Beachtung von Brandschutz Komfortabler Zugang zum Dachboden

Ein sorgfältiges Vorgehen an jeder Stelle des Dachbodens sorgt dafür, dass der Ausbau langfristig funktioniert und alle Anforderungen erfüllt. Dies sorgt auch dafür, dass der Gesamtwert der Immobilie steigt.

Kosten für den Dachausbau im Überblick

Die Kosten für einen Dachausbau hängen von mehreren Faktoren ab. Entscheidend sind der Zustand des vorhandenen Dachbodens, die gewünschte Ausstattung und die Materialkosten. Wer den Dachboden ausbauen möchte, sollte immer realistisch kalkulieren.

Erste Arbeiten wie Dämmung oder Bodenaufbau liegen oft im Bereich von 100 Euro pro Quadratmeter, während ein vollständiger Ausbau schnell etwa 1.000 Euro pro Quadratmeter erreichen kann. Bei hochwertigen Materialien oder zusätzlichen technischen Installationen steigen die Gesamtkosten weiter an. Ein Vergleich der Preise hilft, den Umfang der Maßnahmen besser einzuschätzen.

Kostenübersicht im Vergleich

Maßnahme Preis je Einheit Beschreibung
Grunddämmung 100 bis 150 Euro pro Quadratmeter Verbesserung der Energieeffizienz
Dachfenster 500 Euro bis 1.500 Euro Belichtung und Lüftung
Bodenaufbau 40 bis 80 Euro pro Quadratmeter Trittschall, Ausgleich, Bodenbelag
Trockenbau 400 bis 800 Euro pro Quadratmeter Wände, Decken, Raumaufteilung
Vollausbau 1.000 bis 1.500 Euro pro Quadratmeter Komplettes Dachgeschoss mit Technik

Die tatsächlichen Kosten hängen stark von der Planung ab. Ein einfacher Ausbau bleibt günstiger, während ein komplettes Dachgeschoss mit Bad, neuer Elektrik und Gauben deutlich mehr kostet. Eine genaue Prüfung des Bestands reduziert Risiken und macht die Kostenschätzung zuverlässiger. Ein klares Konzept hilft, den passenden Preis für das eigene Projekt zu finden.

Häufige Fehler beim Dachausbau

Ein Dachausbau eröffnet wertvolle Wohnfläche, doch viele Bauherren geraten durch typische Planungsfehler in Schwierigkeiten. Eine gründliche Vorbereitung schützt vor Mehrkosten, Verzögerungen und Schäden im Dachboden. Die folgenden Punkte zeigen die häufigsten Stolperstellen und helfen dabei, den Ausbau zuverlässiger umzusetzen.

  • Statik vernachlässigt: Die Tragfähigkeit des Dachstuhls wird oft falsch eingeschätzt. Zusätzliche Lasten durch Böden, Wände und Möbel erfordern eine fachkundige Prüfung, damit das Dachgeschoss sicher bleibt.

  • Dämmung unsauber ausgeführt: Eine unzureichende Dachdämmung lässt Wärme entweichen und fördert Feuchtigkeit im Dachaufbau. Schimmelbildung entsteht häufig durch fehlende Luftdichtheit.

  • Genehmigungen übersehen: Viele beginnen mit dem Ausbau, ohne die Vorgaben des Bauamts zu klären. Ohne Genehmigung bleibt der neue Wohnraum nicht nutzbar.

  • Kosten unterschätzt: Technik, Innenwände, Fenster oder Bodenaufbau treiben den Preis schnell nach oben. Eine zu knappe Kalkulation führt zu Problemen während des Projekts.

  • Treppe ungeeignet gewählt: Ein sicherer Zugang ist notwendig. Steigung, Breite und Brandschutz müssen den Vorgaben entsprechen.

  • Leitungsführung schlecht geplant: Strom, Wasser, Heizung und Lüftung benötigen ein durchdachtes Konzept. Nachträgliches Verlegen verursacht hohe Zusatzkosten.

  • Handwerker unpassend ausgewählt: Fehlende Erfahrung oder unklare Absprachen führen zu Qualitätsproblemen und verzögertem Baufortschritt.

Ein sorgfältiger Blick auf diese Punkte macht den Ausbau deutlich sicherer. Ein professionell geplanter Dachboden überzeugt durch ein angenehmes Raumklima, klare Strukturen und langfristige Stabilität.

Tipps für eine erfolgreiche Dachbodensanierung

Eine erfolgreiche Dachbodensanierung beginnt mit einer klaren Planung, die alle Kosten berücksichtigt. Ein realistisches Budget verhindert Verzögerungen und sorgt dafür, dass jede Maßnahme sinnvoll umgesetzt wird. Eine frühe Beratung mit Architekten schafft Sicherheit, denn Fachleute erkennen Schwachstellen und entwickeln Lösungen für einen funktionalen Arbeitsraum oder einen neuen Wohnbereich.

Viele Hausbesitzer prüfen zunächst die Möglichkeiten der Förderung für energitische Sanierungen, da Zuschüsse und Kredite energetische Maßnahmen deutlich günstiger machen. Eine hochwertige Dämmung verbessert das Raumklima und steigert den Wert des Hauses. Gleichzeitig ist es wichtig, die eigenen Wünsche klar zu definieren, damit der neue Dachboden sowohl praktisch als auch komfortabel wird.

Fazit

Eine Dachbodensanierung oder ein Dachausbau lohnt sich für alle, die ihr Haus sinnvoll erweitern möchten. Mit einer guten Planung entsteht zusätzlicher Wohnraum, der den Alltag erleichtert und den Wert der Immobilie steigert. Entscheidend sind eine gründliche Bestandsaufnahme, eine sichere Statik und eine hochwertige Dämmung, damit das Dachgeschoss dauerhaft komfortabel bleibt. Auch die rechtlichen Vorgaben sollten früh geklärt werden, da Genehmigungen und bauliche Anforderungen den Ablauf stark beeinflussen.

Ein klar strukturiertes Raumkonzept hilft dabei, den Dachboden optimal zu nutzen und Licht sowie Platz effektiv einzubinden. Sorgfältig ausgewählte Materialien und professionelle Ausführung sichern ein hochwertiges Ergebnis. Mit dem richtigen Vorgehen verwandelt sich ein bisher ungenutzter Bereich in einen modernen, funktionalen und wohnlichen Teil des Hauses, der langfristig überzeugt.

FAQs: Häufige Fragen zum Thema Dachbodensanierung

Die Kosten hängen vom Umfang der Arbeiten ab. Einfachere Maßnahmen beginnen bei etwa 100 Euro pro Quadratmeter. Ein vollständiger Ausbau mit Technik, Dämmung und neuen Räumen liegt meist zwischen 1.000 und 1.500 Euro pro Quadratmeter.

Eine Genehmigung ist in vielen Fällen erforderlich, besonders wenn neuer Wohnraum entsteht. Das Bauamt prüft Raumhöhe, Brandschutz, Zugang und Energieeffizienz. Ohne Genehmigung darf der fertige Bereich oft nicht genutzt werden.

Ein Ausbau schafft neuen Wohnraum im Dachgeschoss. Eine Sanierung verbessert die Substanz, beseitigt Schäden und optimiert Dämmung oder Dachdeckung. Beide Maßnahmen können kombiniert werden.

Wichtige Arbeiten betreffen Statik, Bodenaufbau, Dachdämmung, Innenwände, Dachfenster, Gauben, Türen sowie Leitungen für Heizung, Strom und Sanitär. Jede Maßnahme trägt zur sicheren Nutzung bei.

Die Dauer hängt vom Umfang ab. Ein kleiner Ausbau kann in wenigen Wochen abgeschlossen sein. Ein vollständiges Dachgeschoss mit Technik, Gauben und neuen Räumen dauert oft mehrere Monate.

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Autor

Technisch ausgebildet von der HWK, kaufmännisch ausgebildet von der IHK und weitergebildet im WBZ der Universität St. Gallen sowie vom Bundesverband deutscher Fertigbau, begleitet Tobias Beuler seit 2000 europaweit den Auf- und Ausbau von Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern. Nachdem er jahrelang selbst auf Baustellen tätig war, bietet er sein Insiderwissen seit 2018 an, um Andere bei Ihren Hausbau- und Sanierungsprojekten zu unterstützen und ist in TV und Print als Bauexperte bekannt. (ARD, RTL Punkt 12, n-tv, SZ, Welt, Süddeutsche)  Mit seinem Büchern war er mehrfach auf der Spiegel Bestseller Liste. Sein aktuelles Buch „Sanieren – Renovieren – Modernisieren“ gibt über 100 Tipps für die Bauherren, die mit hoher Qualität und zum besten Preis-Leistungsverhältnis sanieren wollen. Sein Team und er prüfen deutschlandweit Immobilien, die saniert werden müssen.