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70er Jahre Haus sanieren

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Ein 70er Jahre Haus sanieren bedeutet, den besonderen Retro Charme zu bewahren und gleichzeitig den Wohnkomfort auf den heutigen Stand zu bringen. Viele dieser Häuser überzeugen mit großzügigen Grundrissen und markanter Architektur, weisen jedoch energetische Schwächen und veraltete Technik auf. Eine Sanierung eröffnet Ihnen die Möglichkeit, Heizkosten zu senken, den Wert des Hauses zu steigern und ein modernes Wohngefühl zu schaffen.

Ob Sie Ihr Haus renovieren oder einen umfassenden Umbau planen, hängt stark vom baulichen Zustand und Ihren individuellen Vorstellungen ab. Mit den richtigen Maßnahmen gelingt es, typische Stärken dieser Epoche zu erhalten und die Schwachstellen dauerhaft zu beseitigen.

Schnelleinstieg: Die wichtigsten Punkte

  • Retro Charme und Schwächen: Häuser der 1970er Jahre zeichnen sich durch markante Architektur und großzügige Grundrisse aus, weisen jedoch oft energetische Mängel und veraltete Technik auf.

  • Bestandsaufnahme als Basis: Eine gründliche Analyse von Dach, Fassade, Elektro, Heizungsanlage und Sanitärleitungen ist die wichtigste Grundlage, um passende Sanierungsmaßnahmen zu planen.

  • Sanierung steigert Wert und Komfort: Durch Wärmedämmung, moderne Haustechnik und neue Raumkonzepte lässt sich die Energieeffizienz verbessern, der Wohnkomfort erhöhen und der Wert des Hauses langfristig sichern.

Charakteristik von Häusern aus den 1970er Jahren

Ein Haus aus den 1970er Jahren besitzt einen ganz eigenen Charakter. Die Architektur dieser Zeit war von klaren Linien und funktionaler Gestaltung geprägt. In der Regel stand die praktische Nutzung der Fläche im Vordergrund, weniger eine aufwendige Optik. Viele Gebäude entstanden als Flachdach-Bungalows oder mit klassischen Satteldächern. Beliebt waren zudem Split-Level-Konzepte mit versetzten Ebenen, die ein offenes Raumgefühl vermittelten. Große Fensterflächen sorgten für viel Licht, allerdings meist mit einfacher Verglasung und schlechter Dämmwirkung.

Auch bei den Materialien und der Ausstattung zeigen sich typische Merkmale. Verwendet wurden häufig Baumaterialien, die aus heutiger Sicht kritisch sind.

Bereich Typische Materialien/Elemente
Fassade Asbestplatten, Putz, Klinker
Dach Bitumenbahnen, Asbestzementplatten
Fenster Aluminiumrahmen, Einfach- oder Doppelglas
Installationen Aluminiumleitungen Strom, verzinkte Stahlrohre

Diese Eigenschaften prägen den Bestand vieler Häuser bis heute und bestimmen den Umfang einer späteren Sanierung.

Bestandsaufnahme: Der erste Schritt zur erfolgreichen Sanierung

Bevor Sie mit der Sanierung eines 70er-Jahre-Hauses beginnen, ist eine gründliche Bestandsaufnahme unerlässlich. Sie bildet die Grundlage für jede weitere Planung und ermöglicht es, die wichtigste Entscheidung über den Umfang der Arbeiten zu treffen. Gerade bei einem Altbaus ist es entscheidend, Schäden frühzeitig zu erkennen und die vorhandene Substanz objektiv zu bewerten.

Nur so lassen sich Kosten realistisch einschätzen und die besten Maßnahmen für eine erfolgreiche Modernisierung auswählen. Eine strukturierte Bestandsaufnahme sorgt dafür, dass Ihr Wohnhaus langfristig den heutigen Anforderungen an Energieeffizienz, Sicherheit und Komfort entspricht.

Bauzustand professionell prüfen lassen

Der erste Schritt jeder Altbausanierung sollte die Prüfung der Bausubstanz durch Fachleute sein. Dazu gehört die Einsicht in Baujahr und Bauakte, um Informationen zu Konstruktion und früheren Eingriffen zu erhalten. Empfehlenswert ist die Hinzuziehung eines unabhängigen Baugutachters oder Energieberaters.

Diese Experten können die Stärken und Schwächen des Gebäudes objektiv bewerten und auf versteckte Risiken hinweisen. Ebenso wichtig ist eine Schadstoffanalyse, da bei Häusern aus den 1970er-Jahren häufig Asbest oder PCB-haltige Materialien verbaut wurden. Wer diese Aspekte vernachlässigt, riskiert nicht nur hohe Folgekosten, sondern auch gesundheitliche Belastungen.

Wichtige Prüfbereiche

Folgende Bereiche sollten Sie bei der Untersuchung des Altbaus besonders berücksichtigen:

  • Dach und Tragwerk: Kontrolle auf Fäulnis, Feuchtigkeit und ausreichende Tragfähigkeit

  • Fenster und Fassade: Zustand der Verglasung, Dichtungen und Wärmeschutz

  • Elektroinstallation: Leitungsquerschnitte, Sicherungen und Zustand der Verteiler

  • Heizung und Lüftung: Effizienz, Alter und mögliche Modernisierungsoptionen

  • Sanitärleitungen: Häufig verzinkter Stahl mit hohem Korrosionsrisiko

Eine sorgfältige Analyse dieser Bereiche liefert die beste Grundlage, um eine Sanierung effizient und nachhaltig zu planen. Nur wenn Sie den tatsächlichen Zustand kennen, können Sie die Modernisierung Ihres Wohnhauses zielgerichtet umsetzen.

Typische Sanierungsmaßnahmen im Überblick

Die Sanierung eines 70er-Jahre-Hauses bietet zahlreiche Möglichkeiten, um Wohnkomfort, Wert und Energieeffizienz deutlich zu steigern. Besonders bei Altbau-Immobilien ist es entscheidend, die richtigen Schritte zu planen. Jede Maßnahme trägt dazu bei, die Lebensqualität zu erhöhen und langfristig Energiekosten zu senken.

Aus der Erfahrung vieler Eigentümer zeigt sich, dass eine Kombination aus energetischer Ertüchtigung, technischer Modernisierung und einer Neugestaltung der Innenräume die besten Ergebnisse bringt. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Bereiche, die beim Sanieren eines Hauses berücksichtigt werden sollten.

Energetische Maßnahmen

Ein zentrales Ziel der Sanierung ist die Verbesserung der Energieeffizienz. In der Regel besitzen Einfamilienhäuser aus den 1970er Jahren weder eine zeitgemäße Dämmung noch moderne Fenster. Durch eine Fassadendämmung wie WDVS oder eine hinterlüftete Fassade lassen sich Heizkosten deutlich senken. Auch die Dachisolierung spielt eine Schlüsselrolle: Sowohl eine Aufsparrendämmung als auch eine Zwischensparrendämmung verbessern den Wärmeschutz erheblich.

Der Austausch alter Fenster gegen moderne 3-fach-Verglasungen verhindert Wärmeverluste und steigert zugleich den Wohnkomfort. Ergänzend sollten auch Haustür und Kellerdämmung erneuert werden, damit das gesamte Gebäude energetisch ein geschlossenes System bildet. Wer diese Maßnahmen konsequent umsetzt, steigert den Wert seiner Immobilien erheblich.

Technische Modernisierung

Ein wichtiger Bestandteil jeder Sanierung ist die technische Erneuerung des Hauses. Gerade bei einem Altbau sind die Anlagen für Heizung, Strom und Wasser in der Regel veraltet. Mit gezielten Maßnahmen steigern Sie nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Energieeffizienz und den Wert Ihrer Immobilien. Typische Arbeiten umfassen:

  • Heizungsmodernisierung: Austausch alter Anlagen durch Wärmepumpe, moderne Gas-Brennwerttechnik oder Solarthermie zur besseren Nutzung von Energie

  • Erneuerung der Elektrik: Neue Leitungen, Schalter und Sicherungen nach aktuellen VDE-Normen, mehr Sicherheit und höhere Belastbarkeit

  • Neue Wasser- und Abwasserleitungen: Austausch alter Stahlrohre gegen langlebige, korrosionsfreie Materialien

  • Integration eines Lüftungssystems: Moderne Systeme mit Wärmerückgewinnung verbessern das Raumklima und senken Heizkosten

Diese Maßnahmen gehören zu den wichtigsten Schritten einer Altbausanierung, da sie den langfristigen Werterhalt des Hauses sichern und den Alltag deutlich komfortabler machen.

Innenraumgestaltung

Die Sanierung eines Hauses ist auch eine Chance, den Grundriss und die Raumaufteilung neu zu denken. Viele Eigentümer teilen ihre Erfahrung, dass offene Küchen- und Wohnbereiche den Alltag erheblich bereichern. Eine Modernisierung der Bäder bietet nicht nur mehr Komfort, sondern schafft auch die Möglichkeit, barrierefreie Lösungen einzuplanen.

Neue Bodenbeläge wie Fliesen, Parkett oder Vinyl tragen wesentlich zum Wohlfühlfaktor bei. Ebenso wichtig ist die optische Aufwertung durch frische Wandgestaltung, sei es mit Putz, Farbe oder Trockenbau. Auf diese Weise lässt sich der typische Charakter eines Altbaus bewahren und gleichzeitig ein modernes Wohnambiente schaffen.

Türen und Baustoffe als Schlüssel zur Sanierung von Einfamilienhäusern

Bei der Sanierung von 70er Jahre Einfamilienhäusern spielen oft unscheinbare Details wie Türen und verwendete Baustoffe eine große Rolle. Alte Türen sind nicht nur ein optisches Problem, sondern beeinflussen auch den Energieverbrauch, da sie häufig schlecht gedämmt sind. Eine gezielte Renovierung der Räume mit modernen Baustoffen verbessert die Bausubstanz spürbar und senkt langfristig die Heizkosten. Gerade bei älteren Einfamilienhäusern lohnt es sich, die Türen zu erneuern, nachhaltige Baustoffe zu wählen und die Bausubstanz durch fachgerechte Renovierung zu stärken. So werden Räume energieeffizienter genutzt und der Gesamtwert des Hauses steigt.

Kernsanierung vs. Teilsanierung

Beim Thema Sanierung eines Altbaus stellt sich oft die Frage, ob eine vollständige Kernsanierung oder eine gezielte Teilsanierung sinnvoller ist. Beide Varianten haben ihre Stärken und Schwächen und hängen stark von der vorhandenen Substanz der Immobilie, den finanziellen Möglichkeiten und dem geplanten Einsatz ab.

Eine Kernsanierung bedeutet, dass nahezu alle Bauteile erneuert oder modernisiert werden. Dazu gehören Dach, Fassade, Wärmedämmung, Fenster, Elektrik, Abwasser- und Wasserleitungen sowie die Heizungsanlage. Oft wird bis auf die Grundstruktur zurückgebaut. Diese Variante eignet sich vor allem, wenn gravierende Probleme wie Feuchtigkeit, Schadstoffe oder eine stark veraltete Bauweise vorliegen. Der Vorteil liegt in einer umfassenden Modernisierung, die das Haus für Jahrzehnte zukunftssicher macht.

Die Teilsanierung konzentriert sich dagegen auf einzelne Gewerke. Typisch sind der Austausch der Heizungsanlage, die Erneuerung von Fenstern oder die Modernisierung der Bäder. Diese Lösung ist vor allem bei solider Grundsubstanz sinnvoll und bietet die Möglichkeit, Kosten zu sparen oder Arbeiten in Eigenleistung zu übernehmen. Allerdings können in Zukunft weitere Maßnahmen nötig werden.

Aspekt Kernsanierung Teilsanierung
Umfang Komplett, Rückbau bis Grundstruktur Einzelne Gewerke, z. B. Heizung, Fenster
Kosten Hoch, aber langfristig effektiv Niedriger, abhängig vom gewählten Bereich
Vorteile Zukunftssicherheit, hohe Wertsteigerung Flexibel, geringer Aufwand, günstiger Einstieg
Nachteile Teurer, längere Bauzeit Spätere Sanierungswellen möglich
Geeignet für Immobilien mit gravierenden Problemen Häuser mit stabiler Grundsubstanz

Auf lange Sicht bleibt die Kernsanierung die nachhaltigste Lösung, während die Teilsanierung kurzfristig Kosten reduziert und dennoch die Immobilie verbessert.

Sanierungskosten im Detail

Die Kosten für die Sanierung eines Hauses aus den 1970er Jahren können je nach Umfang stark variieren. Ausschlaggebend sind nicht nur die notwendigen Maßnahmen, sondern auch die Größe der Wohnfläche, die Qualität der vorhandenen Substanz und die geplante Ausstattung. Eine erste Orientierung bieten Durchschnittswerte für die wichtigsten Gewerke, die bei einer Modernisierung anfallen.

Maßnahme Durchschnittliche Kosten
Dachsanierung 25.000 – 50.000 €
Fenster (10 Stück) ca. 10.000 €
Heizungsmodernisierung 18.000 – 30.000 €
Elektroinstallationen 8.000 – 20.000 €
Sanitärmodernisierung 10.000 – 25.000 €
Wärmedämmung (Dach, Fassade, Keller) 40.000 – 60.000 €

Diese Zahlen verdeutlichen, dass eine umfassende Sanierung schnell hohe Summen erreichen kann. Dennoch lohnt sich die Investition, da sie langfristig die Betriebskosten reduziert und den Wert der Immobilie steigert.

Einflussfaktoren auf die Gesamtkosten

Neben den Gewerken selbst spielen weitere Faktoren eine Rolle:

  • Größe und Zustand des Hauses: je mehr Wohnfläche, desto höher der Aufwand

  • Materialwahl und energetischer Standard: hochwertige Dämmstoffe oder Fenster kosten mehr, senken jedoch die Energiekosten nachhaltig

  • Eigenleistungen vs. Fachfirmen: selbst übernommene Arbeiten können den Preis deutlich reduzieren

  • Regionale Preisunterschiede: die Lage und Verfügbarkeit von Handwerkern beeinflussen die Gesamtsumme erheblich

  • Grundstück: Erschließung und Außenanlagen können zusätzliche Kosten verursachen

Eine genaue Kalkulation und frühzeitige Planung helfen, die Kosten realistisch einzuschätzen und finanzielle Überraschungen zu vermeiden.

Förderungen & Finanzierungsmöglichkeiten

Wer ein älteres Haus modernisieren möchte, sollte die verfügbaren Fördermöglichkeiten unbedingt prüfen. Staatliche Programme unterstützen Bauherren mit Zuschüssen oder zinsgünstigen Krediten und reduzieren damit die finanzielle Belastung einer Sanierung erheblich. Vor allem bei Projekten, die die Energieeffizienz verbessern, stehen attraktive Angebote zur Verfügung.

  • KfW 261/262: Kredite und Tilgungszuschüsse für die Sanierung zum Effizienzhaus

  • KfW Einzelmaßnahmen: Zuschüsse für bestimmte Projekte wie Fenstererneuerung, neue Heizungsanlagen oder zusätzliche Wärmedämmung

  • BAFA-Förderung: Unterstützung für den Einsatz erneuerbarer Energien, z. B. Wärmepumpen oder Solarthermie

  • Steuerbonus nach §35c EStG: Bis zu 20 % der Sanierungskosten über drei Jahre steuerlich absetzbar

Diese Programme machen es möglich, auch umfangreiche Projekte bezahlbar umzusetzen und steigern langfristig den Wert der Immobilie.

Tipps für Antragstellung

Damit die Fördermöglichkeiten voll ausgeschöpft werden, sollten einige Regeln beachtet werden. Viele Programme verlangen die Einbindung eines zertifizierten Energieberaters, der die Planung begleitet und die Anträge bestätigt. Wichtig ist außerdem, dass die Förderanträge vor Beginn der Bauarbeiten gestellt werden, da eine nachträgliche Bewilligung in der Regel ausgeschlossen ist.

Zudem können verschiedene Fördermittel kombiniert werden, allerdings muss die Förderfähigkeit genau geprüft werden, um Überschneidungen oder Rückforderungen zu vermeiden. Wer sein Haus umfassend sanieren möchte, profitiert besonders von einer durchdachten Kombination der Programme. Auf diese Weise lassen sich die Kosten erheblich senken, ohne bei der Qualität der Maßnahmen Abstriche zu machen.

Sanierungsablauf und Zeitplan

Wer ein älteres Haus sanieren möchte, sollte sich nicht nur mit den einzelnen Maßnahmen beschäftigen, sondern auch mit dem zeitlichen Ablauf. Eine gut geplante Reihenfolge sorgt dafür, dass die Arbeiten effizient ablaufen und die Kosten im Rahmen bleiben. Gleichzeitig spielt die Finanzierung eine wichtige Rolle, denn je länger die Bauzeit, desto höher sind oft die Nebenkosten für Übergangswohnungen oder Zwischenfinanzierungen. Deshalb lohnt es sich, vor Beginn der Sanierung einen realistischen Zeitplan zu erstellen.

Sanierung in logischer Reihenfolge

Damit die Arbeiten beim Haus sanieren reibungslos verlaufen, ist eine klare Abfolge entscheidend. Werden die Schritte in der richtigen Reihenfolge durchgeführt, lassen sich unnötige Kosten und Verzögerungen vermeiden. Besonders bei größeren Projekten profitieren Eigentümer von einem strukturierten Ablauf, der alle Gewerke aufeinander abstimmt.

  1. Schadstoffsanierung: Fachgerechte Entfernung von Asbest, PCB oder anderen Schadstoffen.

  2. Dach, Fassade, Fenster: Erneuerung der Gebäudehülle für bessere Wärmedämmung und Schutz vor Witterung.

  3. Rohinstallationen: Austausch von Heizungsanlage, Elektroinstallationen und Sanitärleitungen.

  4. Innenausbau: Modernisierung von Bädern, Wänden und Böden, Anpassung an heutige Wohnstandards.

  5. Malerarbeiten und Feinarbeiten: Abschlussarbeiten wie Oberflächen, Anstriche und Details, die das Haus wohnfertig machen.

Falls Sie sichergehen wollen, dass Sie keine wichtigen Schritte übersehen und die Sanierung selber in die Hand nehmen wollen, können wir das Buch „Sanieren Modernisieren Renovieren“ von Tobias Beuler empfehlen.

Zeitbedarf je nach Umfang

Der Zeitplan hängt stark vom Umfang der Maßnahmen ab. Bei einer Teilsanierung können Eigentümer in der Regel mit drei bis sechs Monaten rechnen. Deutlich länger dauert eine Kernsanierung, die je nach Größe und Zustand des Gebäudes sechs bis zwölf Monate oder mehr beanspruchen kann.

Eine sorgfältige Planung hilft, Verzögerungen zu vermeiden und die Finanzierung stabil zu halten. Wer frühzeitig Fachfirmen einbindet und klare Prioritäten setzt, kann sein Haus sanieren, ohne unvorhergesehene Pausen oder Kostenexplosionen in Kauf nehmen zu müssen. Auf diese Weise wird die Sanierung planbar und das Ergebnis entspricht den eigenen Vorstellungen von Komfort und Qualität.

Fachplanung und begleitende Experten

Wer ein älteres Haus sanieren möchte, steht vor einer Vielzahl an Entscheidungen. Damit das Projekt erfolgreich verläuft, ist die Unterstützung durch Fachleute unverzichtbar. Sie sorgen nicht nur für die Qualität der Arbeiten, sondern stellen auch sicher, dass alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden.

Ein zentraler Ansprechpartner ist der Energieberater. Er analysiert den energetischen Zustand des Hauses und entwickelt ein Konzept, das die bestmögliche Förderung berücksichtigt. Gerade für KfW-Programme ist seine Einbindung Pflicht.

Auch ein Architekt leistet wertvolle Unterstützung. Er begleitet Grundrissänderungen, entwirft moderne Raumkonzepte und passt die Planung an die baulichen Gegebenheiten an. Besonders bei offenen Wohnbereichen oder Anbauten ist sein Fachwissen entscheidend, um Funktionalität und Gestaltung in Einklang zu bringen.

Der Statiker prüft die Tragfähigkeit des Gebäudes, wenn tragende Wände entfernt oder neue Lasten aufgenommen werden sollen. Ohne ihn riskieren Bauherren Schäden an der Substanz des Hauses.

Ergänzend lohnt es sich, einen Bausachverständigen einzubeziehen. Er kontrolliert die Qualität der einzelnen Gewerke und dokumentiert die Fortschritte. So lassen sich Mängel frühzeitig erkennen und teure Nacharbeiten vermeiden.

Nicht zuletzt spielen die Fachfirmen eine wichtige Rolle, denn erfahrene Handwerker sichern die fachgerechte Umsetzung. Bauherren sollten auf Referenzen achten und mehrere Angebote vergleichen, bevor sie eine Entscheidung treffen.

Fazit

Ein 70er Jahre Haus sanieren ist eine anspruchsvolle, aber lohnenswerte Aufgabe. Diese Gebäude bieten oftmals großzügige Grundrisse und einen unverwechselbaren Retro-Charme, bringen jedoch auch technische und energetische Schwächen mit sich. Mit einer durchdachten Planung gelingt es, die Vorteile zu bewahren und die Nachteile dauerhaft zu beheben.

Entscheidend ist eine gründliche Bestandsaufnahme, bei der Dach, Fassade, Fenster, Elektroinstallationen, Heizungsanlage und Sanitärleitungen überprüft werden. Erst auf dieser Basis lassen sich die richtigen Maßnahmen auswählen, die den Wert der Immobilie langfristig sichern. Ob eine umfassende Kernsanierung oder eine gezielte Teilsanierung sinnvoll ist, hängt dabei von der vorhandenen Substanz und dem Budget ab.

Zu den wichtigsten Schritten zählen energetische Verbesserungen wie eine moderne Wärmedämmung, neue Fenster und effiziente Heizsysteme. Ebenso wichtig ist die technische Modernisierung, damit das Haus heutigen Sicherheits- und Komfortstandards entspricht. Auch der Innenausbau bietet Chancen, zeitgemäße Wohnkonzepte zu verwirklichen und die Lebensqualität deutlich zu erhöhen.

Eine Sanierung erfordert Zeit und Kapital, doch staatliche Förderprogramme und steuerliche Vergünstigungen entlasten das Budget erheblich. Mit professioneller Fachplanung und der Unterstützung erfahrener Experten wird die Umsetzung planbar und zuverlässig.

Häufige Fragen (FAQs)

Ein Rückbau ist nur erforderlich, wenn Asbest freiliegt oder beschädigt ist. In vielen Fällen reicht eine fachgerechte Versiegelung. Bei geplanten Arbeiten am betroffenen Bauteil muss jedoch immer eine Sanierung erfolgen.

Die Kosten variieren je nach Umfang des Projekts. Für eine einfache Beratung sollten Sie etwa 300 bis 600 Euro einplanen. Bei umfangreichen Sanierungskonzepten oder Förderanträgen können bis zu 2.000 Euro anfallen, teilweise mit Zuschüssen.

Nach dem Gebäudeenergiegesetz sind bestimmte Dämmmaßnahmen vorgeschrieben, wenn größere Baumaßnahmen erfolgen. Beispielsweise müssen oberste Geschossdecken oder Dachflächen gedämmt werden, wenn sie nicht den Mindeststandard erfüllen.

Ja, vor allem durch Energieeinsparungen, Fördermittel und die Wertsteigerung der Immobilie. Je nach Maßnahme lassen sich Heizkosten um bis zu 50 Prozent reduzieren, was die Investition langfristig rentabel macht.

Das hängt von der Substanz des Hauses und den Zielen ab. Eine Sanierung ist oft günstiger und erhält den Charakter der Immobilie. Ein Neubau lohnt sich vor allem dann, wenn gravierende Schäden oder sehr hohe Sanierungskosten zu erwarten sind.

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Autor

Technisch ausgebildet von der HWK, kaufmännisch ausgebildet von der IHK und weitergebildet im WBZ der Universität St. Gallen sowie vom Bundesverband deutscher Fertigbau, begleitet Tobias Beuler seit 2000 europaweit den Auf- und Ausbau von Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern. Nachdem er jahrelang selbst auf Baustellen tätig war, bietet er sein Insiderwissen seit 2018 an, um Andere bei Ihren Hausbau- und Sanierungsprojekten zu unterstützen und ist in TV und Print als Bauexperte bekannt. (ARD, RTL Punkt 12, n-tv, SZ, Welt, Süddeutsche)  Mit seinem Büchern war er mehrfach auf der Spiegel Bestseller Liste. Sein aktuelles Buch „Sanieren – Renovieren – Modernisieren“ gibt über 100 Tipps für die Bauherren, die mit hoher Qualität und zum besten Preis-Leistungsverhältnis sanieren wollen. Sein Team und er prüfen deutschlandweit Immobilien, die saniert werden müssen.